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Geschäftsführerin verlässt Bühnen Halle
19. Oktober 2024. Die Bühnen Halle teilen per Presseaussendung mit, dass Geschäftsführerin Uta van den Broek ihren Dienst nach Auslaufen ihres Vertrags am 30.6.2025 quittiert. Die Geschäftsführerin verkündete ihre Entscheidung in einer Aufsichtsratssitzung, in der sie wegen eines Vorfalls im Juni dieses Jahres in der Kritik stand, aber letztlich vom Aufsichtsrat entlastet wurde.
Im Rahmen einer Generalprobe am neuen theater sei es zu sexistischen Beleidigungen der Darstellerinnen gekommen, und die anwesende Geschäftsführerin habe dem nicht Einhalt geboten, so der Vorwurf (mehr dazu auf dem Portal dubisthalle.de). Der Aufsichtsrat teilt nun mit, dass er keine juristischen Verfehlungen der Geschäftsführung festgestellt habe. Das laufende Beschwerdeverfahren wegen des Vorfalls solle Mitte November abgeschlossen werden.
In der Aufsichtsratssitzung war die Entscheidung über die Verlängerung des Vertrags der Geschäftstführerin vertagt worden, bevor diese ihren Abschied bekannt gab. In der Pressemitteilung wird sie mit den Worten zitiert: "Die Geschäftsführung der Bühnen Halle habe ich in der Hochphase der COVID 19-Pandemie übernommen und war mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Ich hatte hier eine arbeitsintensive und inspirierende Zeit und verlasse die Bühnen Halle in einem wirtschaftlich erstklassigen Zustand."
Die Aufsichtsratsvorsitzende Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle, reagiert darauf mit den Worten: "Ich bedaure und respektiere die Entscheidung von Uta van den Broek."
(Bühnen Halle / dubisthalle.de / sd)
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Dass sie die Nase voll hat nach den Vorwürfen der JEEPS Generalprobe verstehe ich. Vor allem weil sie soviel für das Haus getan hat.
Für Halle und das Theater ein schwerer Verlust.
Auch dass das nt immer leer sei, kann ich nicht bestätigen. Ausverkaufte Premieren und Inszenierungen, gut gefüllte Abende, die wahrgenommen werden (z.B. Drache). Dass nicht alle Versuche und unbekanntere Stoffe voll sind, ist denke ich relativ normal. Aber den Wandel zu interessanterem und relevantem Theater spüre ich deutlich.
Gut auf jeden Fall, dass der JEEPS-Vorfall aufgearbeitet wird; hoffentlich kann so wieder ein gutes Arbeitsklima für alle Beteiligten entstehen.
Diese Vorfälle sind nur ein Symptom der bisherigen Amtsführung von Uta van den Broek, die das künstlerische Schaffen aller Sparten beeinträchtigt und wenig Verständnis für deren Bedürfnisse zeigt. Besonders betroffen war das neue Team am neuen theater und Thalia Theater, das unter prekären Arbeitsbedingungen litt. Die Verträge der neuen Leiterinnen erinnerten eher an solche von jederzeit kündbaren Leiharbeiterinnen als an jene von verantwortlichen künstlerischen Leiterinnen (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, 19.10.2024).
(...)
Es ist gut, dass ihr Vertrag nun beendet wurde – dieser Schritt war notwendig und längst überfällig. Ich wünsche dem Ensemble, dem Team des nt und Thalia alles gut in dieser stürmischen Übergangszeit. Es ist großartig, wie der künstlerische Wandel vollzogen wird, ohne die alten Hallenser zu vergessen, aber ich mag es sehr, dass jetzt immer eine junge Frau neben mir sitzt, sie hat jetzt auch ein Abo abgeschlossen.
(Anm. Red. Der Beitrag ist um eine unüberprüfbare Tatsachenbehauptung gekürzt)
und dass bald top-stars wie sandra hüller hier arbeiten werden, beweist, dass die künstlerische leitung einiges richtig macht. (quelle: aktuelle vogue)
ich freue mich auch schon riesig auf die nächsten inszenierungen der regie-diplome aus der hochschule ernst busch – das wird sicher spannend! und was silvester angeht: ich habe kaum noch eine karte bekommen!
Tatsächlich erlebe ich öfter Junge Schauspieler:innen, denen an ihrer Schule und von Star-Regisseur:innen eingeredet wird, sie seien die Größten und Besten und jeder müsse froh sein, wenn ein Haus sie bekommt. Selbige zeigen dann in kleineren Theatern, wo sie nicht nur nach ihren Typen eingesetzt werden, sondern breit mit dem Ensemble von Kinderstück über Musical bis Tragödie alles spielen müssen, kaum Wandelbarkeit, sind überfordert und arbeiten sich an ihrem Ego ab. Das verliert sich zum Glück in einem Ensemble, dass füreinander da ist - ist aber ein unnötiger Anfangsschock. (Und ich rede jetzt nicht von einer gewissen Chutzpe, die jedem jungen Schauspieler nicht nur zugestanden, sondern auch gern gesehen ist.)
Leider muss ich sagen, dass auch Nachtkritik zur "Verleuchturmung" des Theaters beiträgt, schade. Es ist ein Fehler, die sogenannte Provinz nicht stärker in den Fokus zu rücken. Die Schauspielschüler:innen aus Leipzig werden auch bald merken, dass nicht alle an der Volkbühne ein Erstengagement bekommen.