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Kiel: Intendant Daniel Karasek erhält Ehrenprofessur

21. April 2025. Daniel Karasek, Generalintendant des Theaters Kiel, ist vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) mit der Ehrenprofessur des Landes ausgezeichnet worden. Das berichtet unter anderem der NDR. Das Theater Kiel habe Karasek seine Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus zu verdanken, wird Günter zitiert.

Karasek wurde 1959 in München geboren. Er wuchs er unter anderem in Stuttgart, Caracas und Hamburg auf. Seine Theaterlaufbahn begann er in den 1980er Jahren als Assistent von Jürgen Flimm am Schauspiel Köln. Nach Stationen u.a. in Stuttgart, Zürich, Wien, Hamburg und Franfurt am Main wurde Karasek im Jahr 1997 Schauspieldirektor am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Ab 2003 übernahm Karasek diese Tätigkeit am Theater Kiel, seit 2006 ist er dort Generalintendant. Ende vergangenen Jahres wurde sein Vertrag bis zur Spielzeit 2030 verlängert.

Die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein wird seit 1967 für hervorragende Leistungen im kulturell-künstlerischen Bereich verliehen. Unter den Ausgezeichneten früherer Jahre sind der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und der Pianist und Dirigent Christoph Eschenbach.

(NDR / sle)

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Kommentare  
Ehrenprofessur Daniel Karasek: Gratulation
Schaue gerade vom Wartehäuschencafe auf die Bandenwerbung vor Gleis 4: “theaterKiel DEIN THEATER Oper-Ballett-Konzert-Schauspiel-Junges Theater“.
Da mir Herr Karasek immer sympathisch war, freue ich mich auch für ihn über die Ehrung, zumal ich keineswegs als hämisch verstanden werden will, wenn ich hinzufüge, daß ich mich über die Nachricht von der Strahlkraft nicht minder freue (tatsächlich empfinde ich die laufende Spielzeit als eine der besten der Karasekschen Intendanzzeit), zumal dann für eine ganze Reihe ähnlich strahlkräftiger beziehungsweise sogar strahlkräftigerer Häuser eine reale Chance aufschimmert, daß man auch sie entsprechend würdigt; vielleicht spricht Herr Günther mal mit seinem Parteifreund Chialo darüber: in diesem Sinne: Frohbotschaft und Ostern !!
Ehrenprofessur Daniel Karasek: Verwundert
Gratulation an Karasek, aber ganz nachvollziehen kann ich es nicht. Flensburg und Rendsburg sind im Vergleich immer wieder interessanter, inhaltlich und künstlerisch.
Karseks eigene Regien sind leider sehr statisch und ich finde sie auch in den meisten Fällen weniger gelungen. Das Ensemble im Schauspielhaus ist nun schon sehr lange dort und wirkt inzwischen schon sehr müde. Von Strahlkraft spüre ich da in knapp 100 km Entfernung in Hamburg nichts.
Ehrenprofessur Daniel Karasek: Freut euch
Das ist schon was Auffälliges hier: kaum wird jemand ausgezeichnet, da rücken die Stänkerer auf den Plan. Leude, freut Euch doch, wenn Preise regnen in Zeiten wie diesen. Sowas hilft dem Theater doch. Ich bin wirklich super traurig über diese Missgunst immer!
Ehrenprofessur Daniel Karasek: Keine Spur Müdigkeit
Vermutlich wird Reiner Schmedemann, der erst am Karfreitag in Kiel gewesen ist ,mir betreffs des Ensembles beipflichten können: So müde ist das Ensemble zuweilen nicht. Auch die Nachtkritik zu „Romeo und Julia“ vom Juli 2024 läßt es erahnen: da sind gerade ziemlich viele junge bzw. neue FestensamblistInnen dazugekommen einerseits, andererseits lassen sich auch erfreuliche Wechselwirkungen zwischen alt-mittelalt-jung ausmachen. Gerade die Studioproduktionen lassen aufmerken, kürzlich erst „Burn Baby Burn“ in der Erstregie von Pia Koop, ein Abend, den man mit Fug und Recht als jung bezeichnen kann und der eben auch gleich drei der Neuen bzw. Ziemlichneuen aufeinanderprallen läßt: Rebekka Wurst, Eva Kewer und Tristan Taubert. Natürlich der Mermate-Abend - dort die Neue: Tiffany Köberich. Oder nehmen wir den Polizisten in der alten Dame: Tim Tomte (frisch und überzeugend in der Inszenierung Annette Pullens). Zu vergessen sind dabei auch nicht die älteren Neuen wie Nikolaus Okonkwo und Regine Hentschel. Marko Gebbert, freilich lange in Kiel, vergleichbar mit Sven Simon etwa in Lübeck, im Dürrenmatt-Stück als Ill unbedingt strahlkräftig, wie ich ihn lange nicht mehr sah; Agnes Richter im „Platonow“, der mich nicht überzeugte, fast schon allein der Grund, den Abend zu empfehlen: von Müdigkeit keine Spur.
Naja, es ist natürlich auch so, daß sich das mit der Strahlkraft auf das gesamte 5-Sparten-Haus bezieht, auch auf soetwas wie den sehr beachteten „Don Carlo“ desletzt in der Oper.
Ehrenprofessur Daniel Karasek: Förderlich
Also Mißgunst lese ich hier weder aus meinem noch aus dem Kommentar des Hamburger Kielers, woher nehmen Sie das, geehrte(r) Antidepressivo ?; ich schrieb ausdrücklich, ähnlich wie sie selbst, von den durchaus förderlichen Implikationen dieser Ehrung. Das Einzige, was ich mir ein wenig vorhalte, ist, daß ich weder Mischa Warken noch Philipp von Schön-Angerer erwähnte, denn auch diese beiden waren ja beim "Platonow" mit von der Partie und gehören auch zu den Kräften, die der Hamburger Kieler möglicherweise noch nicht wahrgenommen hat. Vielleicht hilft eine solche Auszeichnung, derlei wie "Flächenbrand" oder "Feuertaufe" mal wieder aufleben zu lassen, Formate, in denen ich dem heutigen Ensemble einiges zutrauen würde, und Formate der Intendanz Daniel Karaseks, also, ich sehe das wirklich nicht negativ..
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