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Kleist-Förderpreis 2022 an Amir Gudarzi
Der Kleist-Förderpreis-Gewinner 2022 Amir Gudarzi © Nima Nazarinia
19. Januar 2022. Amir Gudarzi erhält für sein Stück "Wonderwomb" den "Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker" 2022. Das teilt die Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) in einer Presseaussendung mit.
Mit "großer sprachlicher Genauigkeit, einer Vielfalt an Klängen und einer komplexen Formenfülle" zeichne Amir Gudarzi "ein Panorama über die Welt" und formuliere "die Einladung zur Auseinandersetzung", heißt es in der Begründung der Jury. Dem Autor gelinge es, "durch Zeiten zu reisen" und "persönlich Erlebtes mit dem Globalen in verschiedensten medialen Räumen zu verbinden". Dabei finde er "einen Ton, der geprägt ist von der Gleichzeitigkeit von Hier und Dort, Herrschaft und Unterdrückung, Ausbeutung und Nutzen, aber vor allem: Leben und Tod".
Amir Gudarzi wurde 1986 in Teheran geboren, absolvierte dort ein Studium des Szenischen Schreibens und graduierte an der Theaterschule. Seit 2009 lebt er in Wien, wo er noch ein Theater-, Film- und Medienwissenschaftsstudium anschloss. 2017 gewann er für sein Stück "Zwischen uns und denen liegt …" den exil-DramatikerInnenpreis und wurde 2019 mit "Die Burg der Assassinen" zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche Dramatik- und Literaturstipendien, unter anderem das DramatikerInnenstipendium der österreichischen Bundesregierung sowie das Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin. Zurzeit arbeitet Amir Gudarzi an seinem Debütroman.
Sein Stück "Wonderwomb“ war bereits für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert und erhielt außerdem eine „spezielle Erwähnung“ durch die Jury der Autor:innentheatertage 2022 des Deutschen Theaters Berlin, wo es in einer szenischen Einrichtung präsentiert werden soll.
"Wonderwomb" wurde von der Jury des Kleist-Förderpreises aus 124 Einsendungen ausgewählt. Die Uraufführung produziert das Hessische Landestheater Marburg in Zusammenarbeit mit dem Kleist Forum, Regie führt mit Eva Lange eine der beiden Intendantinnen des Hessischen Landestheaters.
(Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) / cwa)
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