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Kölner Ex-OB fordert Entschuldigung von Intendantin Karin Beier
In einen Kontext setzen
Köln, 16. November 2010. Wie wir der Rheinischen Post entnehmen, hat der frühere Oberbürgermeister der Stadt, Fritz Schramma (CDU), von der Kölner Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier eine Entschuldigung gefordert. In ihrer Inszenierung von Elfriede Jelineks Baukatastrophen-Trilogie Das Werk / Im Bus / Ein Sturz, dessen dritter Teil den Einsturz des Kölner Stadtarchivs thematisiert, hatte Beier als O-Töne Zitate Schrammas zum Unglück eingespielt – "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Naturgewalt handelt," zum Beispiel.
Als das Stadtarchiv im Januar 2009 einstürzte und zwei Menschen starben, war Schramma Oberbürgermeister der Stadt Köln. Sein Krisenmanagement und seine Informationspolitik zu den Ursachen des Unglücks ist damals heftig kritisiert worden, weshalb er bei den Kommunalwahlen im vergangenen Herbst nicht mehr für das Amt des OB kandidierte.
Nun klagt Schramma, dessen Namen die Kölner in den Tagen der Krise auch als Palindrom lesen lernten, über die Geschmacklosigkeit von Beiers Vorgehen. "Das verletzt mich auch", zitiert die Rheinische Post aus einem Interview Schrammas mit der Kölner Boulevardzeitung 'Express'. "Ich erwarte eine Entschuldigung von Frau Beier. Sie hätte sich mit mir in Verbindung setzen müssen, dann hätte ich auch die Aussagen in einen Kontext setzen können."
(sle)
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