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Landestheater Schleswig-Holstein: Neuer Schauspieldirektor
Moritz Koch © privat
31. März 2025. Der Regisseur Moritz Nikolaus Koch wird neuer Schauspieldirektor am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Das gibt das Haus in einer Pressemitteilung bekannt.
Koch folgt im Jahr 2027 auf Martin Apelt, der sich nach dann 41 Jahren im Theatergeschäft in den Ruhestand verabschieden wird.
"Es freut mich, dass wir mit Moritz Nikolaus Koch einen zukünftigen Schauspieldirektor gewonnen haben, der sowohl als Schauspieler wie als Regisseur vielfältige Theatererfahrungen und erfolgreiche Inszenierungen vorweisen kann und dem Publikum wie auch dem Ensemble des Landestheaters bereits bestens bekannt ist", betont Generalintendantin Ute Lemm.
Moritz Koch wurde 1977 in Heidelberg geboren. Seine Schauspielausbildung erhielt er im Schauspielstudio La Baraca in Buenos Aires, Argentinien und am Europäischen Theaterinstitut in Berlin. Engagements führten ihn unter anderem an das Junge Theater Göttingen, ans Schauspielhaus Zürich und an die Landesbühne Hannover. Von 2007 bis 2020 war er festes Ensemblemitglied am Theater für Niedersachsen (TfN) in Hildesheim.
2016 realisierte er seine erste Regiearbeit am TfN, seine Inszenierung von Kleists "Michael Kohlhaas" war 2020 für den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nominiert. Seit 2020 arbeitet er hauptberuflich als freier Regisseur, unter anderem am Theater Regensburg, am ETA Hoffmann Theater Bamberg, am tfn Hildesheim und am Schleswig Holsteinischen Landestheater.
Auf seiner Website erläutert Koch sein ästhetisches Konzept wie folgt: "Mich interessieren die politischen Stoffe. Nicht ausschließlich, aber doch verstärkt. Ich möchte mit meinen Inszenierungen ja teilnehmen an einem gesellschaftlichen Diskurs, die heute relevanten Themen auf der Bühne mitdiskutieren. Meistens interessiere ich mich dabei jedoch viel mehr für die Fragen als für die Antworten, vor allem aber immer wieder für die Menschen, die sie stellen. Ihnen gilt meine Neugier, und so ist denn auch mein Inszenierungsansatz: Die Menschen in den Mittelpunkt, mit all ihren Widersprüchen, Idealen, Abgründen, ihrem Sehnen, ihrem Scheitern. Und das gilt grundsätzlich sowohl für die fiktiven Menschen, von denen ich erzähle, als auch gleichwertig für die realen Menschen, mit denen gemeinsam ich erzähle, und zwar auf, hinter und neben der Bühne. Dabei profitiere ich als Regisseur enorm von meiner Erfahrung als Spieler.
Meine Mittel sind stets Musikalität und eine starke, bühnenpoetische Bildsprache. Vor allem aber: Ensemblegeist, Spielfreude und die Begeisterung aller Mitwirkenden."
(Schleswig-Holsteinisches Landestheater / www.moritznikolauskoch.com / miwo)
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