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Peter Ensikat ist tot
Satire-Papst
Berlin, 19. März 2013. Der Berliner Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Kabarettist Peter Ensikat ist tot. Wie u.a. der rbb meldet, starb Ensikat am Montag an den Folgen einer schweren Krankheit. Er wurde 71 Jahre alt.
In den 70er- und 80er-Jahren war Ensikat der meistgespielte Kabarettautor der DDR. Zwischen 1999 und 2006 leitete er das Berliner Kabarett "Die Distel". Zudem schrieb er zahlreiche Bücher.
Nach seinem Schauspielstudium in Leipzig arbeitete Ensikat am Kinder- und Jugendtheater "Junge Generation" in Dresden, wo er bis 1965 spielte. Er verfasste Kindertheater-Stücke, darunter viele Märchenbearbeitungen wie Die Bremer Stadtmusikanten und "Dornröschen", die bei Henschel Schauspiel erschienen, und arbeitete viele Jahre als Kabarett-Autor für die Dresdner "Herkuleskeule".
Von 1969 bis in die 1980er-Jahre hinein zählte Ensikat zu den Autoren des Berliner Kabaretts "Die Distel". Anfang der 1970er-Jahre wechselte Ensikat ans Berliner "Theater der Freundschaft", das spätere "Theater an der Parkaue". In den 1970er und 1980er Jahren entwickelte er sich zum meistgespielten Kabarettautor der DDR.
Ensikat wirkte auch als Regisseur – so inszenierte er 2001 "Leben bis Männer" von Thomas Brussigs in den Kammerspielen des Deutschen Theaters. Bis zuletzt stand er auch auf der Bühne, etwa als Erzähler seiner eigenen Fassung von Leonard Bernsteins Voltaire-Antimusical "Candide".
(rbb / geka)
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Der unbequeme Lückenfüller ist nun leider viel zu früh in den großen "Rat der Spötter" abberufen worden.