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Schauspiel Essen: Teamleitung löst sich auf

12. Juli 2025. Christina Zintl verlässt das Schauspiel Essen als Ko-Intendantin. Das wird nach einer Sitzung des Aufsichtsrats des Theaters Essen am Freitagabend bekannt. Der WDR berichtet. Selen Kara bleibt künstlerische Intendantin des Hauses. Der Entscheidung gingen Auseinandersetzungen zwischen den Ko-Intendantinnen voraus, die über einen WAZ-Artikel den Weg in die Öffentlichkeit fanden.

Auch an der Aalto-Oper Essen kriselt es: Nach der Prüfung von bereits vor einem Jahr erhobenen Machtmissbrauchs-Vorwürfen gegen Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti entschied der Aufsichtsrat, dass sowohl Intendantin Merle Fahrholz als auch Sanguineti selbst bleiben. Sanguinetis Vertrag werde allerdings nicht verlängert. Fahrholz gab schon im Februar dieses Jahres bekannt, Essen mit Ablauf ihres Vertrags im Sommer 2027 verlassen zu wollen.

(WDR / sd)

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Kommentare  
Schauspiel Essen: Alles Gute
Alles Gute für Selen Kara!
Schauspiel Essen: Woanders
Alles Gute für Christina Zintl- ich hoffe sie wird bald woanders ein Haus leiten!
Schauspiel Essen: Sexistische Berichterstattung
Gut für das Haus und alle Beteiligten, dass eine Lösung gefunden wurde. Viel Erfolg auf dem neuen Kurs. Ich hoffe allerdings, dass eine Reflexion stattfindet, wie sexistisch die Berichterstattung und die Kommentare zu dem Konflikt teilweise waren. ZB “Stutenbissig” ect. Hätte man so auch über einen Streit von zwei Männern geschrieben? Sicher nicht.
Schauspiel Essen: Abwertende Beschreibungen
@ Amelie Nein, da hätte man von "Platzhirschverhalten" geschrieben oder "toxischer Männlichkeit" etc, da gibt es auch genügend abwertende Beschreibungen, keine Sorge...
Schauspiel Essen: Gerechtigkeit
Warum sollten Frauen nicht an denselben Maßstäben gemessen werden?
Männer konnten viele Jahre beweisen, dass sie schlechte Chefs sind. Jetzt können Frauen das auch. Völlig in Ordnung, im Prinzip Geschlechtergerechtigkeit.

Fiktiver Fall jetzt: Zwei Typen sind Teamleitung, einer von beiden installiert seine Partnerin als Chefdramaturgin. Das wirft exakt dieselben Fragen auf, Prima Facie. Die Akquise der künstlerischen Teams läuft am Ende durch die Dramaturgie, operativ das andere auch. Installiert ein Teil der Teamleitung einen Quasi-Verwandten in die entscheidende Schnittstelle zum inhaltlichen Prozess vor der Entscheidung, wer was macht > kann das schnell Schlagseite kriegen. Am Ende geht es um Verteilung von Macht. Das sollte ja das Ziel einer Teamleitung sein. Also eher ein Problem von Rollenverteilung und Zuweisung von Macht im Prozess der Projektentwicklung.

Natürlich war weder der Journalist noch die Kommentaristen vor Ort - und ich auch nicht. Die Wahrheit ist oft viel profaner.
(...)
Schauspiel Essen: Bemerkenswert
Es ist schon bemerkenswert, dass sich Kommentare, und nicht nur in diesem Fall, nur noch auf die in meinen Augen normale Berichterstattung beziehen. Dabei ist das Problem der Kultur Szene, nicht nur in Essen viel größer. Siehe Senftenberg oder Kürzungen von Flensburg bis München wie in den letzten 60 Jahre nicht. Da ist ein Duo, das über keine Leitugserfahrung verfügt und sich dann auch noch aus persönlichen Gründen aneinander auf reibt sicher falsch am Platz. Das hat der Aufsichtsrat aber alles gewusst, auch darüber kein Satz in den Kommentaren aber zum Glück in der Presse. Dass niemand politische Verantwortung für diese Menge an Fehlentscheidungen in Essen übernimmt und die selben Menschen über die Nachfolge entscheiden ist schon "grosses Theater".
Schauspiel Essen: Alles Gute
Christina Zintl, ich wünsche alles Gute zu hoffe Sie werden ein anderes Haus leiten.
Schauspiel Essen: Verzerrung
Wieso wird Christina Zintl im WDR und auch hier auf Nachtkritik als "Geschäftsführerin" bezeichnet? Das war doch eine Doppelspitze, zwei gleichberechtigte Intendantinnen und zwar auf allen Ebenen. Und vieles, was in Essen in den letzten Jahren stattgefunden hat, trägt ganz klar die künstlerische Handschrift von Christina Zintl! Und wieso muss ausgerechnet Frau Zintl nun weichen - das ist alles sehr dubios.
Schauspiel Essen: WAZ zur Doppelspitze
Zu #8: Ende Mai (2025) hieß es in der WAZ, der Vertrag des Ehemannes von Christian Zintl, Maximilian Löwenstein, sei nicht verlängert worden, sein Einfluss sei von Kolleg*innen als über Gebühr weitreichend empfunden und nicht hinreichend durch seine Funktion als Dramaturg erklärlich wahrgenommen worden. Inwieweit dies wahr/etwas Wahres daran war - keine Ahnung. Inwieweit das ein Ende der "Doppelspitze" erklären könnte - noch weniger Ahnung. Es habe, hieß es damals, ein Ungleichgewicht in der Doppelspitze gegeben, was den Beschäftigungsumfang der näheren Umfelder beider Protagonistinnen anbelangt.
Schauspiel Essen: Herausragende Expertise
Zu #9: Ich finde es ebenfalls sehr schade, dass Frau Zintl und ihre Expertise dem Schauspiel Essen in Zukunft verloren gehen. Nichts desto Trotz ist sie eine der Architektinnen des "Neuen deutschen Theaters", das dem Publikum in der ersten Spielzeit dieser Intendanz angekündigt wurde. Ich hoffe, dass das Theater auch ohne sie weiter in der Lage sein wird, besonders die begonnene Arbeit am deutschen Theater-Kanon fortzusetzen. Beide - Frau Zintl und Frau Kara - sind schon vor Beginn der gemeinsamen Intendanz als herausragende Stimmen in der Theaterlandschaft in Erscheinung getreten. Ich verstehe deshalb nicht, weshalb Sie nun wieder den sehr tendenziösen WAZ-Artikel und das dort implizierte Geschichte des einflüsternden Ehemanns aufwärmen. Das althergebrachte Bild der Frau als Marionette ihres Gatten sollte nun wirklich aus dem Repertoire der Theater gestrichen werden. Frau Zintl hat ihren Beitrag zu dieser Erneuerung erbracht und wird das nach ihrem Weggang auch an anderer Stelle fortsetzen. Dem Schauspiel in Essen wünsche ich alles Gute in unruhigen Gewässern!
Schauspiel Essen: Hilft nicht
Zu #9 leider wenig erhellend, Ihr Kommentar, kocht nur weiter ein Gerüchteküchesüppchen ohne Substanz. Es hat vor allem wenig bis nichts mit meiner Frage zu tun. Dass Zintl/Kara ein in allen Belangen gleichberechtigtes Intendant:innenduo waren, als solches angetreten sind, ist ein Fakt - und in meinen Augen stellt es eine nachträgliche Diskreditierung von Christina Zintl dar, sie als "Geschäftsführerin" zu bezeichnen (journalistisch unlauter von Stefan Keim im WDR). Was sich von außen sicher ablesen lässt, ist einzig dies: Es gab Konflikte, die nicht geklärt werden konnten, und Christina Zintl räumt das Feld, vermutlich zermürbt davon. Das ist schade und schmerzhaft, für sicherlich alle Beteiligten, aber insbesondere für Zintl und Löwenstein. Und alles andere (was genau wer wem vorwirft) ist intern und da wird es sicherlich auch bleiben.
Teamleitung Essen: WAZ
Hier hat niemand, auch Nemo/ich nicht, irgendetwas "gekocht". Beschwerden über die Berichterstattung können Sie an die WAZ richten, ich bin nicht die WAZ. Der Konjunktiv und dezidiert relativierende Formulierungen sind in meinem Kommentar wirklich maximal vertreten. Sie haben hier Gelegenheit für eingehende Gegendarstellungen, Einbringung anderer Perspektiven, die auch ohne Bashing des Boten auskommen KÖNNTEN. So reich gesät ist eine engagierte, kenntnisreiche und investigative Recherche nicht, wenn es um deutsche Stadt- und Staatstheater geht - also, Verständnisloser #11 und Ruhrhai #10, ans Werk!
Schauspiel Essen: Derailing
... ist das, was Sie, lieber Nemo machen. Unbewiesene Gerüchte einfach nochmal aufwärmen, einfach nochmal hinschreiben, klar im Konjunktiv und "keine Ahnung obs stimmt".... Uralte Propagandaregel: So lange die Fake News wiederholen, bis sie zur "Wahrheit" geworden sind. Ich habe nur eine einzige (rhretorische) Frage gestellt: Warum Christina Zintl (im WDR und nicht in der WAZ) fälschlicherweise als "Geschäftsführerin" bezeichnet wird. Ihr Beitrag hat dazu nichts beigetragen, sondern neue Fässer (Gleise - rails) aufgemacht. Ganz bewusst. Und jetzt empören Sie sich und verlangen von mir oder anderen Kommentatoren "Aufklärungsarbeit"? Wieso? Bisschen zu sehr involviert auf Ihrer Seite?
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