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Schauspieler Georg Marin gestorben

28. Juni 2025. Der Schauspieler Georg Marin ist verstorben. Darauf weist das Theater Koblenz in einem Post auf Instagram hin.

Geboren am 2. August 1946, stand Georg Marin schon 1960 am Stadttheater Klagenfurt als Tells Knabe auf der Bühne. Seine Schauspielausbildung absolvierte er in Wien, das erste Engagement führte ihn 1969 ans Landestheater Detmold. Es folgten Engagements in Krefeld, an den Städtischen Bühnen Augsburg (1973–1981), am Staatstheater Darmstadt, am Landestheater Salzburg, Kölner Schauspiel (1990–1996), am Düsseldorfer Schauspielhaus und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Als freier Schauspieler gastierte Georg Marin ab Ende der 1990er Jahre regelmäßig an verschiedenen Theaterbühnen, schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ab 2010 trat er außerdem regelmäßig am Théâtre National du Luxembourg auf und war 2016 am Klagenfurter Ensemble in einem Karl-Valentin-Abend zu sehen. Am Theater Koblenz, dem er ab 2010/11 bis zuletzt sehr verbunden war, spielte er die Hauptrolle in "Faust I"(Premiere: Spielzeit 2013/14, Regie: Markus Dietze) und "Faust II" (Premiere: Spielzeit 2015/16, Regie: Christian Schlüter). Außerdem übernahm er in Koblenz die Titelrolle in der Uraufführung von "King Lear" von John von Düffel.

Seit Ende der 1970er Jahre arbeitete Georg Marin auch für Film und Fernsehen, unter anderem mit Regisseur*innen wie Claus Peter Witt, Gernot Friedel, Karin Brandauer, Hermine Huntgeburth, Dominik Graf und Franz Xaver Bogner zusammen.

"Als besonders beeindruckend haben wir alle erlebt, dass Georg sich auch im formalen Ruhestand niemals zur Ruhe gesetzt hat, sondern sich immer wieder aufs Neue auch für zeitgenössische Texte, neue Blickwinkel auf alte Stoffe und die Förderung junger Kolleginnen und Kollegen begeistern konnte", heißt es im Post des Theaters Koblenz. "Als ihn eine schwere Krankheit zwang, beruflich deutlich kürzer zu treten, zeigte er sich nie anklagend oder bitter. Georg Marin liebte seinen Beruf – im besten Sinne – und so werden wir ihm ein stets ehrendes Andenken bewahren."

(Theater Koblenz, Wikipedia / eph)

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