meldung
Schwerin: Joanna Lewicka wird Schauspieldirektorin
Joanna Lewicka © José-Luis Mendoza
13. Juni 2025. Die Regisseurin Joanna Lewicka übernimmt zum Beginn der Spielzeit 2026/2027 die Leitung der Schauspielsparte am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Das gibt das Theater in einer Presseaussendung bekannt.
Joanna Lewicka studierte Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Nach Assistenzen und Hospitanzen, unter anderem am Schauspielhaus Zürich, arbeitet sie seit 2005 vor allem in Deutschland und Polen/Lublin. Theaterarbeiten und Festivals führten sie nach Kambodscha, Litauen, Italien, Griechenland, Belarus oder in die Ukraine. Für ihre "Antigone"-Inszenierung am Theater Plauen- Zwickau erhielt sie 2024 den Deutschen Theaterpreises Der Faust. In Lublin wurde ihre Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum" mit professionellen Schauspieler*innen und Gefängnisinsassen von der Gazeta Wyborcza zum Kulturereignis des Jahres 2012 gekürt.
2019 gewann Lewicka den Stanislaw Hebanowski Theaterpreis mit der Repertoire-Entdeckung "Klasyka Zywa IV"; ihre auf T.S. Eliot basierende, spartenübergreifende Tanzproduktion wurde 2022 und 2024 zur polnischen Tanzplattform eingeladen. Diverse Arbeiten von Joanna Lewicka wurden in Polen für das öffentlich-rechtliche Fernsehen verfilmt und im Hörfunk gesendet. Sie ist Stipendiatin des Berliner Senats, des polnischen Kultusministeriums (2020) und des Fonds Darstellende Künste (2022). Seit 2016 begleitet sie Theater-Interventionsprojekte in Kambodscha und unterrichtet seit 2020 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
Ab August 2026 wird Joanna Lewicka zum Leitungsteam des Mecklenburgischen Staatstheaters gehören; in der Spielzeit 2025/26 leitet Nina Steinhilber weiterhin die Schauspielsparte in Schwerin.
(Mecklenburgisches Staatstheater / eph)
mehr meldungen
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation
-
Nach dem Leben, Nürnberg Empfehlung
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend


beinhaltet doch zugleich die Reduktion des Ensembles in Schwerin,
das Ende eines politischen Theaters für das Nina Steinhilber gestanden hat:
die derzeitigen Repräsentanten vieler Theater chiffrieren ihre repressive Administration
ihre Hörigkeit gegenüber dem Politischen Sagen, als eine Neuerfindung des Ästhetischen,
das ist dreist und dem emanzipatorischen Kern des spielenden Menschen zuwider.
Gut gemacht ihr mittelalten, jung IntendantInnen, sagte Herr K. und schüttelte sich: arme neue Chefin, schöne neue Welt.
Herzlichen Glückwunsch Joanna Lewicka!
https://nachtkritik.de/recherche-debatte/brief-aus-schwerin-regisseur-milan-peschel-und-schauspielerin-antje-trautmann-zu-den-nichtverlaengerungen-am-mecklenburgischen-staatstheater
beinhaltet [...] das Ende eines politischen Theaters für das Nina Steinhilber gestanden hat«
Der Herr weiß offensichtlich sehr wenig über Frau Lewickas bisherigen Werdegang, da ihm klar sein dürfte, dass die oben genannte Bemerkung kaum mehr als eine Behauptung ist und höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein wird, wenn sie tatsächlich eintritt.
Wo es eine Debatte gab: gerne! Aber unbegründete Behauptungen stützen kein Argument.