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Zimmertheater Tübingen: Thomas Bockelmann wird Intendant
Erfahrener Theaterleiter: Thomas Bockelmann © privat
11. April 2025. Thomas Bockelmann übernimmt mit dem Beginn der Spielzeit 2025/2026 die Intendanz im Tübinger Zimmertheater und folgt damit auf Peer Mia Ripberger, teilt die Stadt Tübingen mit. Ripberger hatte im Februar 2025 aus einem Konflikt mit der Stadt um die Finanzierung des Hauses heraus seine Kündigung eingereicht.
Thomas Bockelmann, 1955 in Lüneburg geboren, war zuletzt bis 2022 Intendant des Staatstheaters Kassel. Seine Karriere als Theaterleiter startete der gelernte Schauspieler bereits am Tübinger Zimmertheater, wo er 1988 bis 1993 Intendant war. Weitere Stationen waren unter anderem die Intendanz der Landesbühne Niedersachsen Nord, die Generalintendanz der Städtischen Bühnen Münster und von 2004 bis 2022 die Intendanz am Staatstheater Kassel.
Thomas Bockelmann äußert sich in der Presseaussendung zu seiner Rückkehr nach Tübingen: "Wie schön. Die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb! Heute ist die Freude groß. Und morgen geht die Arbeit los." Er habe sich in einem Berufungsverfahren unter 31 Bewerbungen durchgesetzt, teilt die Stadt mit.
Das Tübinger Zimmertheater ging 1958 aus der freien Theatergruppe Thespiskarren hervor. Es verfügt über zwei Säle an seinem Standort in der Bursagasse, das "Gewölbe" mit 69 Plätzen sowie das "Zimmer" mit 39 Plätzen. Zudem finden im Foyer regelmäßig Veranstaltungen statt. Als dritte und größte Spielstätte mit 99 Plätzen wird das ehemalige Kino Löwen genutzt.
Zuletzt habe das Intendanzduo Dieter und Peer Mia Ripberger mit dem Institut für theatrale Zukunftsforschung (itz) die gesellschaftliche Zukunft mit den Mitteln des Theaters erforscht und zeitgenössische Ästhetiken entwickelt, mit denen auch ein jüngeres Publikum gewonnen werden konnte, so die Pressemitteilung.
(Stadt Tübingen / chr)
- Am Zimmertheater Tübingen sah nachtkritik.de zuletzt den Ripberger-Abend "Die Sparmaßnahme".
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Gab es denn wirklich niemanden, die/der zu einer anderen Generation gehört, nicht eine einzige Frau, keine P.O.C., die in Frage gekommen wäre? Oder sind alte Tübinger Verbindungen eben dicker als Wasser und zeugen von einem guten Zusammenhalt über Zeiten hinweg? Lieber Bühnenverein, ihr wisst doch immer so viel, warum fällt die Wahl so aus und nicht anders? Wie sieht es eigentlich aus, wenn ihr euren Kodex mal um ein paar Richtlinien zu erweitern, dass es nicht mehr vorkommt, dass Intendanten so lange Geld verdienen wie Politbüro-Mitglieder in Ostdeutschland und Nachwuchsleuten die Stelle wegnehmen.
Insofern: Statt punktuellen Alarms wäre ein Überblick über die deutschsprachigweiten Berufungen der letzten drei, vier, fünf Jahre wesentlich interessanter und sachdienlicher (Mundel, Anders, Mädler, Laufenberg, Wissert, Karabulut, Weyde, Mikat, to name a few Stadt- and Staatstheatres). Bigger picture! Haben Sie das auf dem Schirm?
Zuletzt, um Ihrer Frage Genüge zu tun: Es könnte sich jemand zu erkennen geben, der sich erfolglos beworben hat. Der Dienstherr wird in der Regel keine Blankofreigabe zur Veröffentlichung der Namen haben. Dann kommen wir weiter.
Siehst Du nicht, was in der Welt los ist? Trump übernimmt das Kennedy Center, treibt die Weltwirtschaft in den Abgrund und schafft die Demokratie ab. Woke wird von den Diktatoren dieser Welt hart bekämpft und abgeschafft. Und da regt man sich auf, wenn Bockelmann das Tübinger Zimmertheater (wieder) übernimmt? Hört sich so an, als habe man den Schuss nicht gehört.
Die Befürchtung, daß das Zimmertheater mit Herrn Bockelmann eher zurück in die Zukunft geführt wird, nachdem es fünf Jahre doch inhaltlich und ästhetisch sehr zeitgenössisch aufgetreten ist, ist doch eine reale. Immerhin hat man seinen Weggang in Kassel jetzt nicht so wirklich tief betrauert.
Es ist doch sehr in Ordnung, wenn man das Offensichtliche besprechen will. Auf einen Aufbruch am Zimmertheater in den letzten Jahren folgt eine Personalie, deren Programmatik erst einmal in seiner Verbundenheit zum Haus, seinen Verbinungen insgesamt und seiner Erfahrung liegen soll. Das hat was mit seinem Alter zu tun, auch mit seinem Geschlecht - Frauen hatten es zu seiner Zeit noch sehr viel schwerer und sind entsprechend in den Alter weniger zur Verfügung als Wiedergänger:innen.
Also warum nicht das Offensichtliche befragen? Was befähigt Herrn Bockelmann inhaltlich und ästhetisch zu der Position, außer seine Erfahrung/Alter, seine Beziehungen (als Ex-Intendant, ungegendert)?
Ich wüßte es auch gern. Eben weil das Zimmertheater auf einem spannenden Weg war. Das muß erlaubt sein und sollte nicht mit Empörung und Beleidigtheit weggewischt werden. Danke für Antworten. Auch qualifizierte Mutmaßungen werden gerne entgegenommen.
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(Anm. Redaktion. Werte Olympe, Mutmaßungen, ob qualifiziert oder unqualifiziert, sind an dieser Stelle eher nicht zielführend. Es kann nicht um die Demontage des neu Berufenen auf dünner Grundlage gehen. Thomas Bockelmann wird zeigen, welche Richtung er dem Theater gibt. Die Praxis muss sich zeigen.)
„auf so einen erfahrenen Intendanten zu setzen ist weitsichtig“. Und m. E. kann bei der neu Besetzung nicht nur!!! wie auch #7 schreibt...“in der alles um, vom Alter bis zum Geschlecht, eine größere Rolle zu spielen scheint als das Ergebnis von Anstand, Fleiß und Talent“. Glückwunsch an Tübingen!!!