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Tobias Wolff wird Intendant in Braunschweig

Kommt aus dem Musiktheater: Tobias Wolff © Svenja Grust

8. April 2025. Tobias Wolff wird ab Sommer 2026 neuer Generalintendant des Staatstheaters Braunschweig, wie das Theater mitteilt. Wolff folgt auf Dagmar Schlingmann, die das Theater seit 2017 leitete und aus persönlichen Gründen aus dem Amt ausscheidet. Wolffs Vertrag läuft über fünf Spielzeiten.

Tobias Wolff, 1975 in Koblenz, studierte Musikwissenschaft und internationales Management in Cambridge, Essen und Leipzig. Nach ersten beruflichen Stationen als Musikjournalist sowie als Chefdramaturg, Marketingleiter und Verwaltungsdirektor an mehreren deutschen Theatern wurde er 2011 Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, einem der weltweit ältesten Festivals für Barockmusik.

Seit August 2022 ist Tobias Wolff Intendant der Oper Leipzig mit den Sparten Oper, Leipziger Ballett und Musikalische Komödie. Er richtete des Haus mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit aus. Die Oper Leipzig ist Pilotinstitution eines speziell für die Kulturbranche entwickelten Klimarechners, eines Innovationsvorhabens der Städte Leipzig und Dresden.

Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, erhielt 2015 und 2016 mit Göttingen zwei Helpmann Awards und war mit der ersten klimaneutralen Opernproduktion "Mary Queen of Scots" aus Leipzig für die International Opera Awards nominiert.

(Staatstheater Braunschweig / oper-leipzig.de / chr)

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Kommentare  
Intendanz Braunschweig: Warum verlassen alle Leipzig?
keine*r will mehr nach leipzig oder hauen ab. was sind die gründe? kulturbürgemeisterin? sachsen? afd?
Intendanz Braunschweig: Vision
Unglaublich, dass es seit Generationen keinen Intendanten mehr gibt, der der Oper Leipzig eine Vision gibt. Leider hat sich Tobias Wolff einfach nicht mit Ruhm bekleckert, denn wenn man durch die Programme seiner Intendanzzeit schaut und sich die hier abgelieferten Regiearbeiten anschaut, kommt in künstlerischer Hinsicht nur Langeweile auf. Nun also Braunschweig? Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln.
Und, lieber #1 Weigl, Leipzig ist und bleibt durchaus eine wichtige Stadt als kulturelles Zentrum des Ostens. Am besten wäre es, man würde eine Frau berufen, die die Region Sachsen gut kennt und die Bedürfnisse des Publikums und die des Hauses mit dramaturgischem Blick leitet.
Intendanz Braunschweig: Erst jetzt?
Ich staune. Aus den Pressestimmen ist zu lesen, dass schon seit Herbst 23 klar war, dass in Braunschweig 2026 ein Intendanzwechsel anstehen wird. Warum fiel die Entscheidung erst jetzt? Ziemlich spät, für die neue Intendanz und für den Betrieb. Die Empfehlungen vom Bühnenverein benennen einen Vorlauf von 2 bis 3 Jahren als angemessen für die Suche an größeren und Mehrspartenhäusern. Erstaunlich auch die „mehr als 20 Bewerbungen“ - in vergleichbaren Verfahren ist von 60 oder rund 75 Bewerber:innen die Rede. Und Frauen kommen an Niedersachsens Theatern künftig gar nicht mehr vor …
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