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Kirill Serebrennikow darf wieder reisen
"Fall" abgeschlossen?
12. September 2019. Der Regisseur Kirill Serebrennikow darf wieder reisen. Ein Moskauer Gericht hat das seit 2017 laufende Strafverfahren gegen Serebrennikow am gestrigen Mittwoch an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben und die Ermittler wegen "Fehler in der Anklage" gerügt. Bereits laufende Strafen gegen den Künstler und vier seiner Mitstreiter*innen, u.a. das Verbot ins Ausland zu reisen, wurden damit aufgehoben.
"Fall" abgeschlossen?
12. September 2019. Der Regisseur Kirill Serebrennikow darf wieder reisen. Ein Moskauer Gericht hat das seit 2017 laufende Strafverfahren gegen Serebrennikow am gestrigen Mittwoch an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben und die Ermittler wegen "Fehler in der Anklage" gerügt. Bereits laufende Strafen gegen den Künstler und vier seiner Mitstreiter*innen, u.a. das Verbot ins Ausland zu reisen, wurden damit aufgehoben.
Die Staatsanwaltschaft habe nun zehn Tage Zeit diese Entscheidung anzufechten, berichtet u.a. The Moscow Times und zitiert die Prognose des Menschenrechtsanwalts Pavel Chikow: "Wir können uns sicher sein, dass dieser Fall nicht wieder vor Gericht landen wird."
Kirill Serebrennikow hatte bis April dieses Jahres 19 Monate unter Hausarrest gestanden. An dem Vorgehen gegen Serebrennikow gab es international Kritik, es gilt als politisch motiviert. Eine vom Gericht in Auftrag gegebene Recherche entlastete den Künstler im August zuletzt vollständig von dem Vorwurf, Zuschüsse in Millionenhöhe veruntreut zu haben.
(The Moscow Times / Tagesspiegel / sd)
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