Das letzte Band – Peter Stein inszeniert Beckett mit Klaus Maria Brandauer
Porträt des Künstlers als Dummer August
von Wolfgang Behrens
Neuhardenberg, 15. März 2013. Wer in den letzten Wochen in Berlin öffentliche Verkehrsmittel nutzte, der musste nahezu unweigerlich darauf stoßen: auf ein Plakat, das Klaus Maria Brandauer mit wirrer Haarmähne und einer Knollennase zeigt, die ihre Herkunft aus der Theatermaske erst gar nicht zu verschleiern versucht. Ich assoziierte bei diesem Plakat spontan das großartig frührealistische Renaissance-Bildnis eines alten Mannes (samt Enkel) von Domenico Ghirlandaio und stellte mich innerlich auf eine Brandauer-Studie über das Alter ein. Freunde, mit denen ich über das Plakat sprach, reagierten anders: "Was soll denn diese dämliche Clownsnase?" fragten sie und blickten mich mitleidig an, wenn ich ihnen erzählte, dass ich zu dieser Knollennase, genauer: zu Peter Steins Inszenierung von "Das letzte Band" fahren würde.
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