Noise. Das Rauschen der Menge - Schauspielhaus Bochum
Rausch der Sinne
von Karin E. Yeşilada
Bochum, 2. Juli 2021. "Ich kann nichts sehen!" Angstvoll verbreitet sich die Erkenntnis von der Bühne in den Zuschauerraum: Die bebende Stimme der Frau beim Augenarzt ist zu hören, ohne dass wir sie sehen. Schemenhaft nur zeichnet sich die Figur hinter den großen Plastikplanen ab, mit denen die Bühne lagenweise abgehängt ist, und die immer wieder atmosphärisch eingefärbt werden (Bühne und Lichtdesign: Rocío Hernández). Figur und Publikum sind auf das Hören konzentriert – und schon ist man mitten drin im Stück, das die 1980 geborene chilenische Autorin, Regisseurin und Musikerin Manuela Infante im Auftrag des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen schrieb und am Bochumer Schauspielhaus nun selbst uraufführte.
Viel gut essen - Schauspielhaus Bochum
Der Teufel möglicherweise
von Sascha Westphal
Bochum / online, 8. Mai 2021. Es beginnt mit einer Außenansicht des Bochumer Schauspielhauses in all seiner architektonischen Majestät. Dann schwebt die Kamera durch das leere Foyer und fängt die bildungsbürgerliche Atmosphäre ein, die dieses Theatergebäude verströmt mit seinen geschwungenen Wänden, den schmalen Säulen, dem riesigen Kronleuchter im oberen Foyer, in dem nun ein Wellblechbau steht, die sogenannte "WeltHütte", die einst Anna Viebrock für eine Triennale-Inszenierung entworfen hat.
Liebe. Eine argumentative Übung - Schauspielhaus Bochum
Lyrischer Verdauungsapparat
von Jorinde Minna Markert
Bochum/ online, 2. Mai 2021. Im die 1950er Jahre reminiszierenden Foyer des Bochumer Schauspielhauses ist Zauberer-von-Oz-mäßig eine Wellblechhütte eingeschlagen. Ursprünglich von Anna Viebrock für die Ruhrtriennale entworfen, soll die "WeltHütte" neuer Spielort des Schauspielhauses und "kalkulierter Fremdkörper" sein. Zwei Streampremieren, Sivan Ben Yishais "LIEBE – eine argumentative Übung" in der Regie von Zita Gustav Wende und Sibylle Bergs "Viel gut essen", inszeniert von Anna Stiepani, eröffnen nun.
Regie: Benny Claessens
Regie: Christian Brey
Regie: Jan Gehler
Regie: Hermann Schmidt-Rahmer
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