Eines langen Tages Reise in die Nacht - Donald Berkenhoff inszeniert O'Neill
Der kränkelnde Dickdarm der Gesellschaft
von Tomo Mirko Pavlovic
Karlsruhe, 1. April 2007. Die Hoffnung stirbt zuallererst. Diese Hände aber auch! Sie sind jederzeit überall. Im wirren Haar. An pochenden Schläfen. Auf glitschigen Whiskyflaschen. Sie spielen ihr virtuoses schweißnasses Neurosenspiel, ein zappeliges Schau-hin-Spiel zu zehn Händen, unentwegt zitternd, schlagend, angreifend, als wollten sie von ihren heillos schwadronierenden Besitzerkörpern ablenken. Sie sind die stummen, von einem seltsamen Eigenleben beseelten Verräter, Verstärker und Vervielfacher einer Rhetorik des Vorwurfs in Eugene O'Neills Stück "Eines langen Tages Reise in die Nacht", das nun im Badischen Staatstheater in der Inszenierung von Donald Berkenhoff Premiere feierte.
Seite 197 von 197
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation
-
Nach dem Leben, Nürnberg Empfehlung
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend




