Frühlings Erwachen - Evgeny Titov inszeniert Frank Wedekind in Linz
Wir müssten reden
Mein Kühlraum - In Linz inszeniert Gerhard Willert das Supermarktstück von Joël Pommerat
Die Abschaffung des Inneren
von Reinhard Kriechbaum
Linz, 5. Dezember 2015. "Arbeit ist heutzutage ein Privileg. Ein Privileg will verdient sein. Das ist Demokratie." So denkt Blocq, der Chef, der von allen als der große Brutalo wahrgenommen wird. "Es sind die Ideen in seinem Kopf, die schlecht sind, nicht er." So tickt Estelle, die noch beim Putzen des WC von den Sternen träumt und nicht eine Sekunde zaudert, wenn sie irgendjemandem Gutes tun zu können glaubt. Aber: Ist nicht womöglich diese Gutmenschin aus fanatischer Leidenschaft eigentlich die allerärgste aller vorstellbaren Gesinnungstyrannen? Mit dieser Ambivalenz spielt Joël Pommerat, wie überhaupt er in seinem Stück "Mein Kühlraum", das in Linz seine österreichische Erstaufführung erlebt, eine Menschengruppe aufstellt, die man charakterlich nicht so leicht zuordnet.
Familienfeste (1+2+3) / "Gespenster" & "Mrs Dalloway" & "Viktoria und ihr Husar" - Armin Holz arbeitet sich in Linz an Henrik Ibsen, Virginia Woolf und Paul Abraham ab
Eine Runde durch die Familien-Geisterbahn
von Reinhard Kriechbaum
Linz, 10. Oktober 2015. In Rom tagen gerade die katholischen Bischöfe zum Thema Familie. Angeblich sind ja in dieser kleinsten gesellschaftlichen Einheit alle Positiva des Humanum zu fokussieren. Wie arm wäre das Theater, wenn dem auch nur annähernd so wäre! Regisseur Armin Holz lässt uns aber ganz beruhigt zurück: Der Tanz der Gespenster, die aus verqueren Beziehungen herauswachsen, geht so rasch nicht zu Ende. Zwischendurch darf man schon den Atem anhalten in dieser Familien-Geisterbahn. Gespenster, wohin man schaut, bei Henrik Ibsen, bei Virginia Woolf und bei Komponist Paul Abraham und seinen Textdichtern der Zwischenkriegszeit.
Regie: Gerhard Willert
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