Offener Brief von Festivalleitung und Kurator des 7. Festivals Politik im Freien Theater an 400asa
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.
Wir sind überzeugt, dass die gezeigten Produktionen so stark sind, dass sie inhaltliche Diskussionen auslösen, die nicht, wie Sie befürchten, von der Diskussion um "Sieger" und "Verlierer" beeinträchtigt werden. "Der Bus" ist ein Beispiel dafür. Schließlich ist die Anregung von Auseinandersetzung mit den Stoffen und Inszenierungen die Grundintention des Festivals. Mit den Künstler- und Publikumsgesprächen sowie mit den Podien während des Festivals bieten wir außerdem zusätzliche Foren für die inhaltliche Auseinandersetzung.
Auch wenn wir Ihre Entscheidung bedauern, nehmen wir Ihre Position ernst, und Ihr Wunsch, eine weiterführende Diskussion auszulösen, trifft auf unsere Zustimmung. Wir hoffen, dass eine fruchtbare Debatte entsteht, die dem Festival eine zusätzliche Qualität verleiht.
Wir bedanken uns zugleich für Ihre Festivalteilnahme und freuen uns über die Wertschätzung für das Festival, die Sie in ihrer Veröffentlichung zum Ausdruck bringen. Und wir freuen uns darüber, dass sich für Ihre Produktion "Der Bus" aus der Teilnahme am 7. Festival "Politik im Freien Theater" weitere Gastspielmöglichkeit ergeben haben.
Zum Offenen Brief, den 400asa gestern der Festivalleitung geschrieben haben, geht es hier.
Mehr zum Festival Politik im Freien Theater? Lesen Sie den Essay der Politikwissenschaftlerin und Autorin Sandra Nuy über das Zusammenspiel von Politik und Theater oder unsere Rezension zu Stalin – Eine Diskussion über das (griechische) Theater. Und hier lesen Sie, was die Festival-Veranstalter zum Wettbewerb schreiben.
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