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Begriff Definition
Erpulat, Nurkan

Nurkan Erpulat, geboren 1974 in Ankara, ist Theaterregisseur und Autor.

Erpulat absolvierte ein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule in Izmir und ging 1998 nach Berlin, wo er erst Theaterpädagogik und ab 2003 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" studierte.

Mit seinem 2010 in Ko-Produktion mit dem Ballhaus Naunynstraße Berlin auf der Ruhrtriennale herausgebrachten Schülerdrama "Verrücktes Blut" wurde er zum Berliner Theatertreffen 2011, zu radikal jung 2011 sowie, gemeinsam mit Co-Autor Jens Hillje, zu den Mülheimer Theatertagen 2011 eingeladen. Bis Ende der Spielzeit 2012/13 war Erpulat Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus unter Intendant Staffan Valdemar Holm. Seit 2013 ist er Hausregisseur am Berliner Maxim Gorki Theater unter Intendantin Shermin Langhoff.

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Nurkan Erpulat:

Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht beim Festival Beyond Belonging (11/2009)

Verrücktes Blut bei der Ruhrtriennale (9/2010)

Clash am Deutschen Theater Berlin (2/2011)

Das Schloss bei der Ruhrtriennale (9/2011)

Herr Kolpert am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2012)

Kinder der Sonne am Volkstheater Wien (4/2012)

Worringer Schlachten. Teil 3 am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2013)

Kasimir und Karoline am Düsseldorfer Schauspielhaus (5/2013)

Der Parasit am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2013)

Der Kirschgarten am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2013)

Seid nett zu Mr. Sloane am Gorki Theater Berlin (11/2014)

Onkel Wanja am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2015)

Die juristische Unschärfe einer Ehe am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2015)

Love it or leave it! am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2016)

Hundesöhne am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2017)

Lö Grand Bal Almanya am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2018)

Aus dem Nichts am Theater Bremen (2/2019)

Reichstags-Reenactment beim Kunstfest Weimar (8/2019)

Maria am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2020)

Anderer Beiträge zu Nurkan Erpulat:

Porträt: Der Regisseur Nurkan Erpulat (2011)

Kolumne: ❤️topia – Şeyda Kurt erlebt mit der Theaterfigur Maria eine erhabene Zugewandheit zur Welt (2/2020)

Esinencu, Nicoleta

Nicoleta Esinencu, geboren 1978 in der moldawischen Hauptstadt Chişinău, ist Dramatikerin.

Esinencu studierte Theaterwissenschaften und begann, eigene Stücke zu schreiben – die das Themenspektrum und den Formenkanon der moldauischen Dramatik, gelinde gesagt, erweiterten. "FUCK YOU, Eu.ro.PA" wurde 2005 im Reader des Rumänischen Pavillons der 51. Biennale von Venedig veröffentlicht und sorgte in der Republik Moldau für eine politische Kontroverse. Ein Jahr zuvor hatte die drastische Gesellschaftsschilderung in Form eines Monologes einer ungehorsamen Tochter ("Papa, ich muss dir etwas sagen...") in Rumänien aber bereits den dramacum-Preis für junge Dramatiker gewonnen. Weitere wütende Stücke wie "Zuckerfrei" folgten.

Esinencu erhielt mehrere Stipendien im Ausland, u.a. in Deutschland und Frankreich, und wurde auch in Russland, Japan, Schweden und Österreich aufgeführt. 2007 gründete sie ihre eigene Theatergruppe, das Mobile European Trailer Theatre, das in der Republik Moldau allerdings kaum Arbeitsmöglichkeiten hat.

Auf dem Festival-Portal nachtkritik-spieltriebe3.de zu dem Osnabrücker Eraufführungsfestival "Spieltriebe 3" nähert sich Petra Kohse an die Arbeit dieser politischen Autorin vom Rande Europas an. Außerdem ist Nicoleta Esinencu im Originalton zuhören.

 

Nachtkritiken zu Stücken von Nicoleta Esinencu:

A (II) Rh + beim Osnabrücker Festival "Spieltriebe 3" (9/2009, Nachtkritik für das Festivalportal nachtkritik-spieltriebe3.de)

Antidot (Gegenmittel) beim Dresdener Festival "After the Fall" (10/2009)

Clear History beim Festival "Many Years After..." im Berliner HAU (12/2012)

Dear Moldova, can we kiss just a little bit? als Gastspiel beim Festival radikal jung 2015 am Münchner Volkstheater (4/2014)

Rest of Europe am Schauspielhaus Graz (1/2018)

 

Weitere Texte u.a. zu Nicoleta Esinencu:

In Berlin stellte das Goethe Institut sein europaweites Theaterprojekt After the Fall vor (2009)

European Theatre Convention

European Theatre Convention (ETC) ist ein Netzwerk öffentlicher Theater in Europa.

Seiner Selbstbeschreibung nach will das 1988 gegründet Netzwerk den künstlerischen und kulturellen Austausch innerhalb Europas und die Mobilität von Künstlern erhöhen sowie zeitgenössische Theaterkunst fördern. Es begreift sich als politisches Netzwerk, das generationenübergreifend die Rolle des Theater in der Gestaltung der europäischen Öffentlichkeit stärken will.

Die ETC veranstaltet Konferenzen, Theaterfestivals, Workshops, internationale Gastspiele, Bildungs- und Förderprogramme für Künstler und Übersetzer.

Der ETC gehören mehr als 40 Theater in 25 Ländern an (Stand: März 2013). In Deutschland sind folgende Staats- und Stadttheater Mitglieder der ETC: Theater an der Parkaue Berlin, Deutsches Theater Berlin, Staatstheater Braunschweig, Theater Dortmund, Theater & Orchester Heidelberg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Staatstheater Stuttgart, Hessisches Staatstheater Wiesbaden. Sowie die Festivals: Bad Hersfelder Festspiele, Kunstfestspiele Herrenhausen (Hannover).

Link:

www.etc-cte.org