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BE: Produktion nach Vorwürfen vom Spielplan genommen

12. März 2025. Wie der Tagesspiegel berichtet, wollen die Regisseurin Jorinde Dröse und die Schauspielerin Claude De Demo ihr Stück "#Motherfuckinghood" vorerst nicht mehr am Berliner Ensemble zeigen. Hintergrund ist ein Artikel des SPIEGEL über mutmaßliche Missstände in der Maskenabteilung des Hauses. 

"Wir erklären uns solidarisch mit den Betroffenen und verurteilen jede Form von Mobbing und Machtmissbrauch!“, erklärten die Künstlerinnen laut Tagesspiegel in den sozialen Medien. Gleichzeitig distanzierten sich Dröse und De Demo von Darstellungen im SPIEGEL-Artikel, der ihren feministischen Abend vor dem Hintergrund von "mutmaßlich belastenden Arbeitsverhältnissen für Mütter" in die Nähe einer "Doppelmoral des Hauses" gerückt hatte. Sie beziehen sich damit laut Tagesspiegel auf eine Passage im SPIEGEL-Artikel, in der eine Veranstaltung im BE mit dem Titel "Mütter haben keine Lobby?" beschrieben wurde. Diese sei anders als dargestellt als "Netzwerkabend nicht vom Berliner Ensemble, sondern vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung finanziert worden". 

Das Berliner Ensemble hatte nach Bekanntwerden der Beschwerden erklärt, diese "sehr ernst genommen" und bereit "mit Coachings und Mediationsverfahren" reagiert zu haben.

(Der Tagesspiegel / jeb)

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Kommentare  
BE-Produktion abgesetzt: Publikum bestrafen
Wie mutig! Eine eigene Produktion nicht spielen, um Solidarität zu zeigen! Das Publikum bestrafen, weil in einer Abteilung eine Person unter Mobbing-Verdacht steht! Geht es noch kümmerlicher?
Stellung beziehen in der Produktion, den Dialog suchen, auch mit dem Publikum über solche Dinge sprechen - das wäre ein Weg. Das, was hier getan wird, ist einfach nur destruktiv und zerstörerisch. Mir fehlt jedes Verständnis.
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