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Bernd-Mand-Preis der ASSITEJ für nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl
nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl © privat
9. April 2025. nachtkritik-Redakteurin Christine Wahl erhält den diesjährigen Bernd-Mand-Preis für Kulturjournalismus. Das teilt die ASSITEJ mit, das Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland, die den Preis biennal im Rahmen des Festivals "Augenblick mal" vergibt. Der Preis würdigt der Selbstbeschreibung zufolge "diejenigen, die für öffentliche Wahrnehmung und fachliche Reflexion der Darstellenden Künste für junges Publikum sorgen und dies mit Qualität, Kompetenz und Respekt für Publikum und Macher*innen vertreten."
Wahl zähle zu Deutschlands wichtigsten Theaterkritikerinnen, heißt es in der Begründung der Jury unter anderem. Sie engagiere sich in Auswahljurys und fördere den journalistischen Nachwuchs.
Der Jury gehörten in diesem Jahr Bianca Sue Henne (Leitung JUB Bremerhaven und ASSITEJ Vorstand, Bremerhaven), Vincent Kresse (freier Regisseur und Theaterpädagoge und ASSITEJ Vorstand, Erfurt), Susanne Freiling (Festivalleitung Starke Stücke, Frankfurt am Main), Nele Tippelmann (Leiterin des Jungen Staatstheaters, Karlsruhe) sowie Annett Israel (Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendtheaterzentrums, Berlin) an.
Weitere Preise
Der Bend-Mand-Preis ist einer von mehreren Preisen, die die ASSITEJ für besonderes Engagement im Theater für junges Publikum und seine Sichtbarachung in der Öffentlichkeit vergibt.
Außerdem ausgezeichnet wurden:
Christiane Müller-Rosen, die der Jurybegründung zufolge als "eine zentrale Kraft hinter dem Westwind-Festival" gewürdigt wird. Mit ihrem außergewöhnlichen Engagement als Dramaturgin, Kulturmanagerin und als starke Kommunikatorin habe sie maßgeblich zur strukturellen Entwicklung des Arbeitskreises Theater für junges Publikum in Nordrhein-Westfalen beigetragen.
Einen weiteren Preis erhält das FLUX– Netzwerk Theater und Schule als Koordinationsstelle, Projekt und Netzwerk, das Theater für junges Publikum in ländliche Räume Hessens bringt. Ausgezeichnet wird auch Wolfgang Sting, der ab 1992 den Forschungsbereich Theaterpädagogik und Kinder- und Jugendtheater an der Universität Hildesheim etablierte und seit 2002 als Professor für Theaterpädagogik in Hamburg lehrt. Dort entwickelte er den Studiengang Performance Studies, veröffentlichte wegweisende Publikationen und bildete eine Generation von Theaterpädagog*innen und Performer*innen aus.
Das WUK Theater Quartier Halle erhält den ASSITEJ Veranstalter*innen-Preis 2025. Dieser Preis ehrt "diejenigen, die Theatergastspiele für ein junges Publikum ermöglichen und ein Programm von hoher Qualität für verschiedene Altersgruppen zusammenstellen." Das WUK sei die größte freie Spielstätte in Sachsen-Anhalt und ein bedeutendes Produktionshaus der Freien Darstellenden Künste. Mit bis zu 250 Vorstellungen im Jahr, Probenräumen, Werkstätten und Residenzen bietet es einen offenen Ort für die freie Szene sowie für Kinder- und Jugendtheater und leistet eine wichtige kulturelle Arbeit in der Region.
Der diesjährige Vera Gerdau Preis geht an die Berliner Künstlerin, Choreografin und Performerin Camilla Pölzer für die Inszenierung "I NEED A HERO". Der Vera Gerdau Preis, eine Partnerschaft zwischen der ASSITEJ und der Vera Gerdau Stiftung, zeichnet zum zweiten Mal Projekte, Einrichtungen oder Persönlichkeiten des Kinder- und Jugendtheaters aus, die sich in herausragender Weise für die allumfassende Einbeziehung junger Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsperspektiven engagieren und die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Künstler*innen mit und ohne Behinderung fördern. Der Jury des Vera Gerdau Preises gehörten an: Pia Katharina Jendreizik, Jakob Jokisch, Werner Lorenz, Tessa Hart und Bea Carolina Remark..
(ASSISTEJ / sle)
Mehr dazu: 2023 erhielt unser Kooperationsprojekt "Play Time" den Bernd-Mand-Preis der ASSITEJ.
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