meldung
Dieter Hallervorden klagt gegen Lockdown
Wie frei darf die Kunst sein?
Berlin, 3. November 2020. Dieter Hallervorden, Inhaber und Intendant des Berliner Schlosspark Theaters, klagt gegen die erzwungene Schließung seiner Bühne. Nach Informationen der FAZ hat Hallervorden einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Er argumentiert, der Lockdown verstoße gegen die Kunstfreiheit. Eine Entscheidung könnte noch in dieser Woche fallen.
(FAZ / miwo)
mehr meldungen
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation
-
Nach dem Leben, Nürnberg Empfehlung
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend
-
Fräulein Else, Wien Phänomenal
-
Irgendetwas ist passiert, Berlin Lauwarm


Ich höre hier schon wieder die Kritiker, die meinen: Kaum gehts den Promis selbst an den Kragen, werden sie munter. Das ist völliger Blödsinn! Warum findet man denn dann nur sehr wenige von ihnen, die sich wehren?
Ich wünsche jedenfalls Herrn Hallervorden vollen Erfolg!
Die Berliner Realität ist brutal. Über tausend neue Infektionen täglich. Deutschlandweit über 17tausend, heute. Es geht darum, zu Hause zu bleiben. Die Öffnung der Theater führt indirekt zu neuen Infektionen: auf dem Weg hin und weg, beim Schnack danach usw. Vier Wochen Stille, bitte. Augen zu und durch.
Was aber beschlossen wurde, ist hilflose Symbolpolitik, die die Falschen trifft und sehr wenig Effekt haben wird, weshalb der "Lockdown light" (ein Hohn, die Bezeichnung!) absehbar länger dauern wird. Dann vielleicht tatsächlich auch mit weiteren Einschränkungen, s.o.. Aber mit Sicherheit werden die Theater als Letzte wieder aufmachen dürfen (gut, als Vorletzte, wieder knapp vor den Bordellen) und dann irgendwann wieder als Erste zumachen müssen. Denn es gibt nach wie vor keine Strategie, mit dem Virus mittel- bis langfristig zu leben, sondern alles starrt auf den mirakulösen Impfstoff, der vielleicht irgendwann kommt, vielleicht aber auch nicht. Bis dahin machen wir halt alle paar Monate mal die Theater dicht um irgendwas zu tun.
Herr Hallervorden wehrt sich gegen diese Aussicht. Zu Recht.