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Staatsschauspiel Dresden: Hasko Weber wird Intendant
Designierter Intendant des Staatsschauspiel Dresden: Hasko Weber © Candy Welz
16. Dezember 2025. Hasko Weber wird ab der Spielzeit 2027/2028 Intendant am Staatsschauspiel Dresden. Das gab das Sächsische Staatsministerium für Kultur und Tourismus heute in einer Pressemitteilung bekannt. Weber folgt damit auf Joachim Klement, der das Haus seit 2017 leitet.
Hasko Weber wurde 1963 in Dresden geboren. Von 1985 bis 1989 studierte er an der Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig. 1987 gründete er die Theatergruppe "Dramatische Brigade" und setzte erste eigene Inszenierungen und Filmprojekte um. Von 1993 bis 2001 war Weber bereits als Oberspielleiter am Staatschauspiel Dresden tätig. In den Folgejahren arbeitet er als freier Regisseur, unter anderem in Tübingen, Saarbrücken, Mannheim, Berlin und Stuttgart. Von 2005 bis 2013 leitete er die Schauspielsparte am Staatstheater Stuttgart und inszenierte dort auch selbst. 2013 wurde Hasko Weber als Generalintendant an das Deutsche Nationaltheater Weimar berufen. Sein Vertrag, der dort eigentlich bis 2027 lief, löste er zur Spielzeit 2024/2025 aus "persönlichen Gründen" vorfristig auf. Aktuell ist Hasko Weber interimistischer Generalintendant am Staatstheater Cottbus. Seit 2020 ist Weber außerdem stellvertretender Präsident des Deutschen Bühnenvereins.
Dazu Staatsministerin Barbara Klepsch: "Ich freue ich mich sehr, dass wir Hasko Weber als neuen Intendanten des Staatsschauspiels Dresden gewinnen. Er ist einer der erfahrensten Intendanten im deutschsprachigen Raum und kennt Dresden und das Staatsschauspiel durch seine langjährige Tätigkeit außerordentlich gut."
Hasko Weber wird mit folgenden Worten zitiert: "Das Verhältnis zwischen Ensemble und Publikum hat in Dresden einen hohen Stellenwert. Gerade in Zeiten politischer und sozialer Fragestellungen, die unser Selbstverständnis täglich herausfordern, halte ich die Kunst und den Austausch darüber für unverzichtbar. Das Staatsschauspiel war und ist dafür ein zentraler Ort."
Die Sächsiche Staatsregierung hat dem Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren heute zugestimmt. Bereits im Januar 2026 wird Weber mit den Vorbereitungen für seine Intendanz starten.
(Sächsisches Staatsministerium für Kultur und Tourismus / vk)
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(Anm. Redaktion. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir Anwürfe gegen Personen aus welchen Gründen auch immer nicht veröffentlichen.)
herzlichen Glückwunsch zu Deiner Berufung. Ein starkes Zeichen dafür, dass Erfahrung, Haltung und künstlerische Substanz am Ende mehr zählen als modische Empörung.
Dass sich nun einige darüber aufregen werden, spricht eher für Dich als gegen Dich.
Alles Gute für diese großartige Aufgabe! Angeln gehen wir somit später.
Dein Thorsten
Akzeptieren sie doch einfach dass Kunst sich entwickelt und auch neue Leitungspersonen kommen und diese neue Akzente setzen. Diskurs gehört mit zur Kunst und nährt sie !
Übrigens fände ich es viel wichtiger dass Intendant*innen eine zusätzliche Ausbildung absolvieren würden, der der Position angemessen ist, heißt neben künstlerischer Vision auch Personalführung und Management, Kommunikationsskills etc. . Gerade ist es nämlich immer noch so, dass die Berufungen sehr undurchsichtig sind und nicht auf Kompetenzen beruht. Kompetenzen für eine Intendant*innenposition kann man sich ja mittlerweile auch an Universitäten aneignen und dort erlernen. Ich finde Erfahrung gut, aber nachweisbare und erlernte Kompetenz wichtiger! Das nur allgemein gesprochen, ich kenne Herrn Weber nicht und hoffe dass er standhaft weiterhin ein kulturell vielfältiges und spannendes Theater in Dresden führt. Das wäre der Stadt zu wünschen !Und ich hoffe, dass bei Personalentscheidungen (wer bleibt, wer muss gehen) der Anstand und die soziale Ebene eine große Rolle spielt und nicht auf die unmöglichen Kündigungsmöglichkeiten des NV-Solos zurckgegriffen wird !
Ich wünsche ihm und den dort Arbeitenden das Beste für den kommenden Neustart!
für treue Dienste belohnt.
Es gäbe zwar Schlimmeres als Weber am Staatschauspiel Dresden, vielleicht macht er den Job auch ganz ordentlich, aber eine aufregende und spannende „Wahl“ finde ich das nicht.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los: ein alter, weißer Mann kriegt mal wieder nicht den Hals voll, und kann mit dann 65 Jahren nicht loslassen, und Neues ranlassen.
Nachtkritikkommentarspalte nervt mit den anonymen Heckenschützen.
TOI TOI TOI nach Dresden!
Ein Intendanzwechsel ist kein kosmetischer Vorgang. Er bedeutet einen inhaltlichen, strukturellen und oft auch personellen Neuanfang. Größere Personalveränderungen sind dabei kein moralisches Versagen, sondern systemisch notwendig, um ein neues künstlerisches Konzept überhaupt umsetzen zu können. Wer das ignoriert, verkennt die Funktionslogik von Stadttheatern grundlegend.
Auch die Forderung nach formaler Zusatzqualifikation für Intendant*innen greift zu kurz. Theaterleitung ist kein rein akademisch erlernbares Berufsbild. Führung, künstlerische Verantwortung, institutionelle Erfahrung und Konfliktfähigkeit entstehen primär in der Praxis, nicht im Seminarraum. Die pauschale Unterstellung „undurchsichtiger Berufungen ohne Kompetenzbasis“ ist unbelegt und bedient ein Misstrauen, das zwar populär, aber nicht analytisch ist.
Schließlich: Der reflexhafte Verweis auf NV-Solo-Kündigungen ersetzt keine Auseinandersetzung mit konkreten Fällen. Anstand und soziale Verantwortung sind selbstverständlich Maßstab jeder Leitung – sie stehen jedoch nicht im Widerspruch zu rechtlich sauberen, strukturell notwendigen Entscheidungen.
Kurz gesagt: Wer Kunstentwicklung fordert, muss auch akzeptieren, dass Entwicklung reale Konsequenzen hat – personell, strukturell und inhaltlich. Alles andere ist Wunschdenken.
Wie auch schon in meinem Beitrag geschrieben habe ich Bezug auf einen anderen Beitrag genommen, der u.a „Erfahrung“ als Qualifikation darstellt und klar gemacht, dass ich allgemein spreche, also nicht persönlich Herrn Weber kritisiere, da (wie ich ebenfalls geschrieben habe ihn nicht aus der Theaterarbeit kenne).Sie unterstellen mir da etwas, was gar nicht stattgefunden hat, da haben sie mich wohl nicht verstanden, aber kein Problem, das passiert jedem mal!
(Im folgenden wieder allgemein gesprochen )
Und ich bleibe dabei. Die Entscheidungen und „Findungskommissionen“ sind immernoch äußert undurchsichtig und nicht an dringend benötigten Kompetenzen gebunden. Ich, wie auch in meinem Bekanntenkreis, habe selber mit sehr vielen nicht ausreichend ausgebildeten und unprofessionellen Intendant*innen zusammengearbeitet. Das mag in Einzelfällen die Persönlichkeit dieser Menschen gewesen sein, jedoch an vielen Stellen auch bedingt durch fachliche Inkompetenz, was die Führung von Personal betrifft.
Ein Intendanzposten ist eine Führungsposition. Wer wirklich an solch einer Position interessiert ist, die wohl im Theaterbetrieb die am besten bezahlteste und prestigeträchtigste Position ist, muss neben seiner Tätigkeit im Theater eine Zusatzqualifikationen vorweisen. Warum sträuben sie sich so dagegen ? Das kommt doch den Intendant*innen selber zu Gute und den Arbeitmehmern auch. Das ist meine Meinung, das ersetzt natürlich nicht künstlerische Vision und auch Erfahrung. Das sind alles notwendige Bausteine. Aber für mich ist fachliche Kompetenz in erlernbaren Führungsaspekten nicht wegzudenken. Jede Tischlerin, jede Schauspielerin und jede Dramaturgin hat ohne Ausbildung keine Chance am Theater, warum dann anders bei der Intendanz ? Ein Dramaturg/Schauspieler/theaterwissenschaftler ist nicht in Kommunikation, Management etc. ausgebildet. Es gibt keinen Studiengang „Intendanz“ aber : Management, Kommunikation, psychologische Aspekte der Atbeitnehmerführung sind z.B erlernbare akademische Kompetenzen.
Und zuletzt. Es ist kein „reflexartiger Verweis“ - was für ein arrogantes Statement. Sondern vielmehr gerade für Schauspieler*innen und Dramaturg*innen eine Lebensrealität. Sogennante ‚Kahlschläge‘ getarnt als künstlerische Ausrichtung gibt es immernoch viel zu häufig in Deutschland oder auch an österreischischen und Schweizer Theatern. Die Notwenigkeit in diesem Ausmaß bezweifle ich, oder sind wir da wieder bei der Inkompetenz der Intendant*innen ? Dass man einer Schauspieler*in die alle 6 Wochen mit einer komplett neuen Regie arbeiten kann, nicht zutraut mit seinen ausgewählten neuen Regiepersonen zu arbeiten? Oder These: ist es vielmehr so, dass die neue Leitung sich nicht zutraut ein Konzept zu kreieren dass die Menschen am Theater mitzureißt ? Oder ist es die Angst , dass Mitarbeitende nicht loyal sind und noch an der alten Leitung hängen ? Das wäre eine Unischerheit und wäre durch eine Zusatzqualifikation z.B einzudämmen ;)
Und auf die Gunst einer Theaterleitung zu hoffen ist wirklich nicht realitäsnah. Sprechen sie doch bei Gelegenheit mit Spieler*innen und Dramaturg*innen die Wechsel erlebt haben. Vielleicht unterstellen sie mir dann auch nicht mehr reflexartig, dass ich keine Ahnung vom Theaterbetrieb habe :)
Habe Hasko Weber vor Jahren persönlich kennen gelernt. Er ist gerade in seiner Generation Intendant*Innen einer der wenigen, die sowohl in der Leitung und(!) in der Regie Ahnung und fachliche Kompetenz mitbringen. Vielleicht nicht der junge und progressive Wurf, den sich hier manche Person wünscht. Dafür handelt es sich um eine sichere und sehr kompetente Wahl für Dresden, die zudem Erfolg verspricht.
Sicher seine letzte Station als Intendant, zumal noch in seiner Heimatstadt. Ich wünsche ihm nur das Beste! Der Rest darf bitte gern schon mal angeln gehen.