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Kleist-Preis an Thomas Melle
Thomas Melle © Regina Schmeken
20. April 2026. Der Kleist-Preis 2026 geht an den Schriftsteller Thomas Melle. Das teilt Melles Verlag Kiepenheuer & Witsch mit. Melle erhalte den Preis für sein "herausragendes literarisches Schaffen".
Der ursprünglich 1912 ins Leben gerufene Preis wird seit 1985 von der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft verliehen, seit 2000 jährlich. Anlässlich des bevorstehenden 250. Geburtstags von Heinrich von Kleist im Jahr 2027 wurde die Dotierung des Preises für dieses Jahr auf 30.000 Euro erhöht.
Die*der Preisträger*in wird traditionell von einer Vertrauensperson der Jury bestimmt, diesmal der Verleger Heinrich von Berenberg, der seine Entscheidung in der Pressemitteilung wie folgt begründet: "Niemandem unter den deutschsprachigen Gegenwartsautor:innen ist es gelungen wie Thomas Melle, dem gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts, wie wir es kennen, einen so realistischen wie kunstvoll gearbeiteten Spiegel vorzuhalten. Wer hinein blickt, wer diesen Autor liest, dessen Leben wird verändert, und mehr kann Literatur eigentlich nicht tun."
Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. 2006 war er beim Ingeborg-Bachmann-Preis vertreten, 2009 wurde sein Stück "PARTNER" zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. 2011 erschien Melles erster Roman "Sickster". Mit dem Roman "3000 Euro" (2014) ebenso wie mit seiner autobiographischen Depressionsstudie "Die Welt im Rücken" (2016) stand er auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Mit seinem Theatertext "Bilder von uns" wurde er 2016 erstmals zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Melle erhielt für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen. Sein jüngster Roman "Haus zur Sonne" (2025) war für den Deutschen Buchpreis und für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert. Lucia Bihlers Stuttgarter Inszenierung von "Welt im Rücken" ist zum Theatertreffen 2026 eingeladen.
Die Kleist-Preisverleihung findet am 22. November im Rahmen einer Matinée im Deutschen Theater Berlin statt.
(Kiepenheuer & Witsch / sd)
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