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Kulturschaffende fordern Erhalt von 3sat
4. Oktober 2024. Kulturschaffende fordern den Erhalt des Fernsehsenders 3sat. Wie unter anderem der WDR meldet, hat die Journalistin Katja Riha, die für das 3sat-Magazin "Kulturzeit" arbeitet, eine an Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Rundfunkkommission und die Ministerpräsident*innen gerichtete Petition gestartet.
Es brauche den Sender "als Plattform für kritische Debatten, als Bühne für kreative Vielfalt und als Stimme der europäischen Kultur", heißt es darin. Kunst, Theater, Kino, Literatur, Musik, Tanz, Comedy und "all die vielen kreativen Menschen, die uns auf 3sat täglich bereichern, irritieren und nachdenken lassen", seien für die Gesellschaft "gerade in diesen Zeiten" nötig.
Hintergrund der Petition ist eine geplante Rundfunkreform, die vorsieht, 3sat mit dem Fernsehsender Arte zusammenzulegen.
Fast 20.000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben, zu den Erstunterzeichnenden gehören der Schauspieler Ulrich Matthes, der Musiker Wolfgang Niedecken und die Schriftstellerin Elke Heidenreich.
(WDR / Meedia / cwa)
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3sat und auch ARTE sind Sender, die sich vom Niveau her deutlich von anderen abheben.
Die vielen unnötigen privaten Sender, mit den oft seicht-dümmlichen Inhalten, lasse ich außen vor.
Diese tragen mit ihrem Programm zur weiteren Verkommenheit der Gesellschaft bei.
Nun, es fehlen also die Mittel bei den Sendeanstalten. Diese müssen auch besser haushalten!
Z.B. was mir übel aufstösst, sind die mir nicht nachvollziehbaren Gelder,
die einigen Moderatoren bewilligt werden - um nicht eine deftigere Sprache zu wählen.
Was rechtfertigt Lichter, Lanz, ... jährlich jeweils um die 1,7 Mio. Euro einzusacken?
Und auch die Einkommen der vielen nötigen(?) Intendanten sind üppig mit bis zu 400 000 Euro/a.
Soweit ich weiß, hat sogar der Bundeskanzler nur etwa 350 000 Euro Einkommen p.a,
zumindest war's bei Angela Merkel so.
Desweiteren gibt's wohl einige weitere Gutverdiener und Positionen, die Fragen aufwerfen.
Wo sind die funktionierenden Kontrollgremien?
( Nun, der Ton war doch etwas harsch
- hoff' die vielen Zuschriften setzen was in Marsch. )
- - - Ich bitte um Erhalt von 3sat und Arte - - -
Mit freundlichem Gruß
hansgerd breidbach
Kann es wirklich zuviel Kultur geben? Gerade in diesen Zeiten? Definitiv nein. Vielleicht ist der Verwaltungsapparat zu groß und zu teuer, das kann ich nicht beurteilen. Aber dann muss man halt die organisatorischen Strukturen ändern und nicht ein Programm oder gleich einen ganzen Sender abschaffen! So eine Reaktion ist ein Armutszeugnis und zeugt von Kulturvergessenheit.
Aber es ist ja noch schlimmer: Hier setzt sich ein Muster fort, dass vor einiger Zeit schon mit der Zusammenlegung und Ausdünnung des Programms der Deutschen Kulturradios begonnen hat. Es gibt immer weniger, und dann auch noch weniger vom gleichen. Aber dafür kann man angeblich ganz viele tolle Sachen in der Mediathek finden.
Nun ist dass Tolle an Radio und Fernsehen, und zwar vor allem bei den Kultursendern, ja, dass man einfach mal einschaltet und sich überraschen lässt, zappt, sich auf Sendungen, Beiträge, Musik etc. einlässt, die man nicht auf dem Schirm hatte, weil man dachte dass sie einen nicht interessieren. Kurzum, man erweitert seinen geistigen Horizont.
In der Mediathek muss ich entweder wissen, was ich suchen soll, also wissen was ich theoretisch verpasst habe, weil es kein TV oder Radio mehr gibt (?!) oder aber mir schlägt ein Algorithmus etwas vor. Und was schlägt der mir wohl vor? - das was ich kenne und mag. Ich bleibe also fortan immer in meiner Blase, meiner kleinen überschaubaren Welt. Da kommt nichts mehr an mich ran, was neu, unbekannt oder unbequem ist resp. sein könnte. Und hier wird das ganze Unternehmen Senderausdünnung/ - zusammenlegung/ - schließung demokratiegefährdend. Weitaus demokratiegefährdender als 20 ct mehr Rundfunkbeitrag! Und das sehenden Auges.
Armes Deutschland, dass Du Dir keine Kultur mehr leisten kannst, nur noch Talkshows, Sportübertragungen, Quiz (Plural) und seichte Serien. Was RTL und Co. in vielen Jahren Privatfernsehen nciht geshcafft haben, schaffen jetzt Politiker:innen und willfährige Rundfunkintendant:innen: Man lässt die Menschen einfach verblöden. Ein Trauerspiel, leider ein gefährliches.
https://rundfunkkommission.rlp.de/rundfunkkommission-der-laender/reformstaatsvertrag
manchen Menschen bedeutet der TV-Sender 3-sat ihr Leben! Das heißt: alle diese Menschen würden sich sehr wahrscheinlich das Leben nehmen, falls es 3-sat nicht mehr gäbe. Und deshalb gibt es diesbezüglich natürlich gar keine(!) andere Wahl: der Kanal 3-sat muss(!) natürlich unbedingt(!) bleiben(!), und zwar genau(!) so(!), wie er momentan ist(!) - also mit genau den Inhalten zu genau den Uhrzeiten, wie bislang! (und auch: mit der Mediathek - genau so, wie sie bislang ist) Und insofern: ohne(!) irgend welche "Fusionen", z.B. mit arte, o.ä..
Haben Sie bereits im Voraus vielen herzlichen Dank für Ihre diesbezügliche Berücksichtigung sowie Umsetzung! Dadurch retten Sie viele Menschenleben!
Mit freundlichen Grüßen
Der Kultursender 3Sat und auch arte müssen als eigenständige und ganz besondere Sender erhalten bleiben! Beide heben sich wesentlich von anderen Sendern ab! Sie bieten so vielfältige Beiträge zu Kultur und auch Politik und Weltgeschehen, wie von keinem anderen Sender!
Man könnte nicht nur an zu hohen Gehältern von Intendanten sparen, sondern vielleicht an den zahlreichen Regionalprogrammen der öffentlich rechtlichen Sender, auf denen das ewig gleiche Programm läuft. Das braucht kein Mensch! Oder an der 20.Krimireihe oder dem 50. Pilcher Film.
Sorry aber wir brauchen die Vielfalt und Information zu Kultur, Bildung und zwar unabhängig und informativ.
Für den Erhalt von 3Sat und Arte!!!
Viele Grüße. Katja Naumann.
irgendwie erinnert mich dieser Staatsvertragsentwurf zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ReformStV) ganz stark an den insbesondere vor den im September zu Ende gegangenen Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg von den älteren etablierten Parteien unternommenen Überbietungswettbewerb anlässlich der von AfD und anderen rechts- und linksextremistischen Kräften betriebenen Migrationsdebatte:
deren Forderungen nach z. B. "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus / Remigration" sind mittlerweile in der sog. Mitte unserer Gesellschaft angekommen, obwohl ein Viertel aller Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund hat:
in der Hoffnung auf Wählerstimmen betrieben (und betreiben) die älteren etablierten Parteien mittlerweile "das Geschäft der Rechten" durch Übernahme von deren Themensetzung, indem z. B. gg. geltendes Recht Kontrollen an den deutschen Außengrenzen angeordnet und die Listen vermeintlich sicherer Dritt- / Herkunftsstaaten fortlaufend erweitert werden, um so Schutzsuchenden schon im Vorhinein deutlich zu machen, dass sie in Deutschland nicht willkommen sind und keine Chance auf Asyl haben.
Wie wir heute wissen, hat diese Vorgehensweise den älteren etablierten Parteien allerdings nicht den erhofften Stimmenzuwachs gebracht, ganz im Gegenteil:
im Zweifel wählt der angeblich nur "fehlgeleitete" Faschist noch immer das Original.
AfD und BSW können sich derweil ganz entspannt zurücklehnen und über das Aufgehen ihrer "braunen Saat" und die Aushöhlung und Zerstörung unserer Demokratie genüsslich freuen.
Versuchen die Länder-Regierungschef*innen mit dem nun vorliegenden Staatsvertragsentwurf zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ReformStV) jetzt etwa diese selbstzerstörerische Strategie nochmals zu wiederholen?
Mit den im Entwurf u. a. vorgesehenen Streichungen von 20 Radiosendern und 5 TV-Spartenkanälen sowie der Fusion von Arte und 3sat kann der ÖRR nie und nimmer seinem föderalen Bildungs- und Informationsauftrag gerecht werden: quantitative als auch qualitative Leistungskürzungen sind damit vorprogrammiert (Reform = Kürzung).
Das dem zugrunde liegende Spardiktat ggü. dem kommerziell unabhängigen ÖRR würde insbesondere für "lineare" Zuschauer*innen und Hörer*innen eine erhebliche Verarmung der Informations- und Meinungsvielfalt bedeuten.
Sollte sich dieser Entwurf durchsetzen, käme dies einem kulturellen Kahlschlag gleich und würde entgegen aller "Sonntagsreden" (von wg. "Kultur ist kein verzichtbares Luxusgut, sondern ein Lebenselixier der Demokratie") unterm Strich bedeuten:
Kultur ist nicht systemrelevant und kann also weg.
Also, liebe ÖRR-Verantwortliche:
mit Eurem vorgelegten Reformplan schadet Ihr schon jetzt unserer Demokratie - zumal es auch nichts bringt (siehe oben).
Ginge (oder geht) es nach der vom Verfassungsschutz teilweise als rechtsextremistisch eingestuften AfD, hätte der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seiner bestehenden Form sowieso keine Zukunft mehr: "Dessen Zwangsfinanzierung ist umgehend abzuschaffen und in ein Bezahlfernsehen umzuwandeln" (siehe AfD-Grundsatzprogramm).
Es gilt auch hier, was die Co-Intendantin des Jungen Staatstheaters Berlin bereits kürzlich anlässlich der vom Berliner Senat angekündigten rund 10%igen Kürzungen des Berliner Kulturlebens sagte:
"Die Frage ist: sollten wir in einer Zeit, in der viele junge Menschen eine antidemokratische, sozialmedial hoch aktive Partei wie die AfD wählen, nicht in die Zukunft demokratischer Bildung investieren?"
Von daher meine Forderung: keine Streichungen und keine Fusionen beim ÖRR - stattdessen bitte mehr kulturelle Vielfalt!!!
Gerade in Zeiten rechtsextremer Falschinformationen bedarf es nämlich eigentlich anstatt einem "Weniger" eher einem "Mehr" an unabhängiger Berichterstattung!!!
Freundliche Grüße.
Wolfgang Geppert
Wenn Sie diese Stellungnahmen direkt an die Rundfunkkommission Rheinland Pfalz richten, hat es noch mehr Gewicht. (siehe#3)
Hier finden Sie das entsprechende Kontaktformular:
https://rundfunkkommission.rlp.de/rundfunkkommission-der-laender/kontaktformular