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Netzwerk Theatermusik fordert Sichtbarkeit und fairen Lohn

Drum Set auf Bühne © Vitalii Khodzinskyi auf Unsplash

1. Oktober 2025. In einem Offenen Brief wendet sich das neu gegründete "Netzwerk Theatermusik" an Theaterleitungen, Dramaturg*innen und Theaterkritiker*innen, um auf die prekäre Lage von Tonkünstler*innen an deutschsprachigen Bühnen aufmerksam zu machen. Die Bezahlung wie auch die Sichtbarkeit des Metiers werden in dem Brief kritisiert. 130 Unterstützer*innen, darunter zahlreiche Musikerinnen und Musiker, Regisseurinnen und Regisseure sowie Kunstschaffende weiterer Sparten haben den Brief unterzeichnet, den Sie hier komplett finden.

"So wie Bühne und Kostüm den sichtbaren Raum definieren, erschafft und definiert Musik den unsichtbaren, emotionalen Raum und ist ein tragendes Element eines gelingenden Theaterabends", heißt es in dem Brief. "In der Realität der Gagenverhandlungen erleben wir hingegen immer wieder, dass die Musik budgetär hinten angestellt wird – weit unter dem Niveau von Bühne oder Kostüm. Auch die Abendgage von Livemusiker:innen liegt oft deutlich unter der von Schauspieler:innen. Das muss sich ändern."

An den Kulturjournalismus gerichtet, schreiben die Verfasser*innen: "Die Wertschätzung und das Bewusstsein des Publikums für gut gesetzte Musik spiegeln sich kaum in Presseberichten wider. In Kritiken wird Musik kaum erwähnt. Oft nicht einmal in einer Randnotiz. Bei den wichtigsten Theaterpreisen im deutschsprachigen Raum existiert keine Kategorie für Theatermusik."

Das Netzwerk Theatermusik (hier die Website) verbindet nach eigener Aussage über 120 Theatermusikschaffende aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen und -ausbildungen, "die sich über Arbeitsbedingungen und Herausforderungen im Theaterbetrieb austauschen und unterstützen. Die Interessenvertretung tritt für faire Bezahlung, Repräsentation im Kulturbetrieb und Arbeitsbedingungen im Sinne der Kunst ein".

(Netzwerk Theatermusik / chr)

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