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Bestenliste des Magazins Die Deutsche Bühne
Die Besten 2019
31. Juli 2019. Die Kritiker*innenumfrage des Fachmagazins Die deutsche Bühne präsentiert in ihrer Ausgustausgabe ihre diesjährige Besten-Auswahl. 60 Autor*innen des Blattes beteiligten sich an der Umfrage, mit der die Deutsche Bühne alle Sparten abdecken will: Schauspiel, Oper, Tanz und "experimentelle Formen".
Die "überzeugendste Gesamtleistung" lieferte für fünf Kritker*innen das Theater Basel ab, das seit 2015 von Andreas Beck geleitet wird. In der kommenden Spielzeit wechselt er mit seinem Team ans Residenztheater München. Auf Platz zwei der Umfrage folgen die Münchner Kammerspiele mit vier Stimmen. Auch hier wird ein scheidender Intendant geehrt; Matthias Lilienthal verlässt das Haus im nächsten Sommer.
Die "überzeugendste" Theaterarbeit "abseits der großen Zentren" leistete laut den Beobachter*innen das Theater Hagen, gefolgt vom Theater Regensburg. Von den Off-Theatern schaffte es mit drei Nennungen das Münchner Metropol Theater an die Spitze der Liste. In der Sparte "Bühnenbild / Kostüm / theatraler Raumsituation" wird Paolo Fantin für sein Bühnenbild der Inszenierung "Alcina" bei den Salzburger Festspielen geehrt.
Den "herausragenden Regiebeitrag zur aktuellen Entwicklung des Schauspiels" lieferte nach Ansicht der Kritiker*innen der Regisseur Christopher Rüping ab, gefolgt von Vorjahressieger Ulrich Rasche. In der Tanzsparte setzte sich Martin Schläpfer vom Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg durch. Eine Überraschung: Auch das Tanzprogramm des Theater Freiburg fand mehrmals Erwähnung in der Umfrage, obwohl am Haus gar keine feste Tanzsparte installiert ist.
In der Opernsparte vereinigte die von Florian Lutz geführte Oper Halle am meisten Stimmen auf sich. Auch bei der Frage nach dem innovativsten Format steht Halle ganz oben auf dem Treppchen. Regisseur Lionel Poutiaire Somé und Komponist Richard van Schoor überzeugten mit ihrer vierteiligen Überschreibung von Meyerbeers Oper "L'Africaine" drei Kritiker*innen. Allerdings darf die Freude in Sachsen-Anhalt als getrübt betrachtet werden. Denn auch der Streit um die Nichtverlängerung des Opern-Intendanten Lutz findet Erwähnung in der Auswertung der Umfrage: Sie gilt mit zehn Stimmen als "größtes Ärgernis" der Saison.
(Die deutsche Bühne / miwo)
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Lieber Peterle,
gefragt wurde nach einer Person oder einem Team, "die/das durch eine (oder mehrere) herausragende Inszenierung(en) einen Beitrag zur zeitgemäßen Wahrnehmung des Schauspiels geleistet hat". Fünf Kritiker*innen nannten "Dionysos Stadt", die Arbeit "In der Sache J. Robert Oppenheimer" wurde einmal genannt.
Viele Grüße!
miwo/Redaktion