Born with the USA - Das Theater Heidelberg untersucht die US-Militärgeschichte mit neuen Werken von Lothar Kittstein und Tim Price
Bilder vom zerschnittenen Himmel
Lupus in fabula - Alexander Nerlich eröffnet den Heidelberger Stückemarkt 2014 mit Henriette Dushes Trauerterzett
Eine Todesfuge
von Ralf-Carl Langhals
Heidelberg, 25. April 2014. So ist das mit den großen und letzten Dingen im Leben. Wenn es soweit ist, stellt man fest, dass es ganz anders kommt, als man es sich immer vorgestellt hatte. Diese bittere Erfahrung machen die drei Schwestern, die Henriette Dushe um das Sterbebett ihre Vaters versammelt hat. "Lupus in fabula", also etwa "der Wolf, von dem man spricht", heißt das Stück, für das die Autorin hier im Vorjahr den Autorenpreis des Stückemarktes gewonnen hat und das nun am gleichen Ort zur Uraufführung gelangt – und den Heidelberger Stückemarkt 2014 eröffnet.
Samurai – Dirk Lauckes neues Stück von Jens Poth in Heidelberg uraufgeführt
Moritat vom Loser mit den gelähmten Beinen
von Harald Raab
Heidelberg, 23. November 2013. Harry Schnee ist nicht Willy Loman, Dirk Laucke nicht Arthur Miller. Lauckes neues Stück "Samurai" ist nicht der "Tod eines Handlungsreisenden", obwohl das inhaltliche Grundkonzept verblüffend ähnlich ist: Das Zerfasern eines kleinen Leben, das Platzen eines Traums. Kein American Dream, sondern ein sehr deutscher Traum vom Häuschen mit Garten, schnuckeligem Frauchen, Ansehen durch Arbeit, famosen Kindern und ewiger Gesundheit. Dirk Laucke hat wieder ein Loser-Stück geschrieben: mit dem kämpferischen Titel "Samurai".
Sergeant Superpower rettet Amerika - Erich Sidler inszeniert in Heidelberg die Uraufführung eines Superhelden-Stücks von Rebekka Kricheldorf
Boom! Zong! Schluck! Dekonstruier!
von Elisabeth Maier
Heidelberg, 12. Oktober 2013. Im atemlosen Redaktionsalltag eines Comicverlags lässt die Autorin Rebekka Kricheldorf den amerikanischen Helden Sergeant Superpower sterben. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York weiß der Kämpfer, der in früheren Jahrzehnten brutale Nazischergen in die Flucht geschlagen hat, nicht weiter. Klar umrissene Feindbilder gibt es in der zerfallenden Welt nicht mehr. So genügt ein gezielter Schuss, um die Identifikationsfigur ganzer Generationen ins Jenseits zu befördern. Denn als Zweifler, der die Welt hinterfragt, wird sie nicht mehr gebraucht. Im 21. Jahrhundert jagen Jugendliche platte Cyberhelden wie Super Mario über die Computerbildschirme. Längst ist die Zeit der Sprechblasen vorbei. "Sergeant Superpower rettet Amerika" lautet der Titel der Zeitreise durch die Welt der Medienkonstrukte, die am Theater Heidelberg uraufgeführt wurde.
Regie: Ashtar Theatre, Ramallah
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