Discount Diaspora - Die Teams Feridun Zaimoglu / Günter Senkel und Vivan / Ketan Bhatti widmen Neukölln eine Oper
Superman der Satelliten-Schüsseln
von Georg Kasch
Berlin, 17. März 2011. Eine Neuköllner Oper für die Neuköllner Oper? Das hat Kalauer-Qualität. Aber weil sich die Kulturpioniere aus der Karl-Marx-Straße (erst viel später kamen Institutionen wie der Heimathafen hinzu) von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel ein Libretto gewünscht hatten (ihr erstes!), in dem ihr Kiez thematisiert wird, kommt man um die Doppelung nicht herum.
Die Kameliendame - Clemens Schönborn lässt Sophie Rois mit Geld spielen, aber niemand knackt den Jackpot
Last Exit: Brühwürfel
von Christian Rakow
Berlin, 16. März 2011. Passen Se auf, der wird gut: Ein Tenor, von himmlischen Liebeswogen juchzend, taumelt durch den Raum zu einem Küchenherd und, hoppla, patscht mit der flachen Hand auf die heiße Herdplatte und hiiiiimmmlisch reißt es seine Tonlinie in die Höhe. Wow! Was, das kennen Se schon? Aber jetzt: Ein junges Paar nebst einer Freundin frühstücken gekochte Eier. Sagt die Freundin vieldeutig zu ihm: "Sie kriegt nicht genug von Ihren Eiern." Puh, auch nicht dolle? Und was, wenn eine der beiden Freundinnen Sophie Rois ist und das Ganze an der Volksbühne spielt? Sehen Se, hab ich doch gesagt, dass es gut wird.
Morris Schimmel/The Day Before The Last Day - Yael Ronen kehrt bravourös zurück zum F.I.N.D.– Festival
Bitterfelds Weg
von Wolfgang Behrens
Berlin, 9. und 13. März 2011. Auftritt Heine-Mareine Bitterfeld. Eine behördenmäßig blasse Type ist das – sie könnte aus einer Marthaler-Inszenierung entflohen sein –, die sich den Anwesenden auf Morris Schimmels Verlobungsfeier umständlich vorstellt, jedem Einzelnen, und dabei immer wieder diesen albernen Namen wiederholt: Heine-Mareine Bitterfeld. Sonst hat er nichts zu sagen. Obwohl, so merkt ein Gast an, sein Name doch so große Erwartungen wecke, dass man gehofft habe, Heine-Mareine Bitterfeld werde alle Probleme lösen. Heine-Mareine Bitterfeld aber sagt und löst gar nichts.
Regie: Hans-Werner Kroesinger
Regie: Christina Paulhofer
Regie: Wilfried Minks
Regie: Maria Magdalena Ludewig und Tino Hanekamp
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