Maß für Maß - Theater Koblenz
Vor Männerbünden gibt's kein Entkommen
Fressen - Münchner Kammerspiele
Weißmehlfrei im Hausfrauenland
von Anna Landefeld
München, 28. April 2019. Wie ein ausgestreckter Mittelfinger: Es ist ein szenisches Manifest gegen Bodyshaming und gegen alle, die sich dessen jemals schuldig gemacht haben. Eine Stunde lang rechnet das queerfeministische Theaterkollektiv Henrike Iglesias ab. Nein, bei "Fressen", einer Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen und dem Jungen Theater Basel, wird nicht groß drumherum geredet, sondern im allerbesten Sinne vulgär, im allerbesten Sinne aufdringlich das Kind beim Namen genannt – und ja, klar, gesittet bis hemmungslos gefressen. Vielleicht ein bisschen haudrauf? Das haben Manifeste wahrscheinlich so an sich. Es soll endlich jeder kapieren, ein für alle Mal. Und so heißen Laura Naumann, Marielle Schavan, Sophia Schroth alle Frauen ("und die sich heute als solche fühlen") zu ihrer "Kochshow" mit Shiny-Floor, Glitzervorhang und einer übergroßen, vampiresken Venusfliegenfalle in der Kammer 3 der Münchner Kammerspiele willkommen: "Auf die Fresse, fertig, los".
Nein zum Geld - Hamburger Kammerspiele
Moneten-Allergie
von Michael Laages
Hamburg, 28. April 2019. Diese Geschichte hat viele erstaunliche Seiten. Der gebürtige Leipziger Sewan Latchinian (Jahrgang 1961) war als Schauspieler eine besondere Größe am Deutschen Theater in Berlin, vor der Wende, mittendrin und danach. Auch er prägte die Ensembles von Dieter Mann und Thomas Langhoff; und er gehörte zum jungen Gründer-Team der DT-Baracke.
Drei Schwestern - Münchner Kammerspiele
Sehnsucht nach der Pusteblume
von Petra Hallmayer
München, 27. April 2019. Ein vielstimmiges Stöhnen und Ächzen erhebt sich und schwillt an. In einem Meer aus bunten, sich bauschenden und ballenden Wolken schwebt über der Bühne der Kammerspiele ein Kasten, in dem Tschechows Schwestern ihre Besucher empfangen. Mal treten Irina, Olga und Mascha schwarz verschleiert in weißen Reifröcken auf, mal stecken ihre Köpfe zu Jeans und Rollkragenpullovern in Latexmasken, blicken sie uns wie Schaufensterpuppen mit starren ausdruckslosen Gesichtern an. Die vom Körper getrennten Stimmen werden, wie stets bei Susanne Kennedy, mittels Voiceover eingespielt.
Regie: Julia Lwowski
Regie: Helgard Haug
Regie: Elizabeth LeCompte
Regie: Krzysztof Minkowski
Regie: Konstanze Lauterbach
Regie: Anna Bergmann
Regie: Albrecht Schroeder
Regie: Zentrum für politische Schönheit
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