Tarzan rettet Berlin - Im HAU Berlin lassen Janina Audick, Martina Bosse, Brigitte Cuvelier und Christine Groß für Einar Schleef zum 75. Geburtstag einen Chor antreten
Ein Chor erinnert sich
Die Philosophie im Boudoir - Herbert Fritsch feiert in Bochum mit de Sade die Macht der Fantasie
Heilige des Lasters
von Sascha Westphal
Bochum, 22. Dezember 2018. "Die Fantasie ist der Stachel der Lust", verkündet der unersättliche Libertin Dolmancé. Sofort fügt seine Freundin, die nicht weniger wollüstige Witwe Madame de Saint-Ange, hinzu: "Die Fantasie ist der Feind der Norm." Aus diesen beiden Glaubenssätzen des Marquis de Sade erschafft Herbert Fritsch eine ganze Welt. Seine Bühnenadaption der 1795 von de Sade erstmals veröffentlichten "Philosophie im Boudoir" am Schauspielhaus Bochum illustriert diese beiden Lehren und fügt ihnen noch eine dritte hinzu: Die Fantasie ist der Raum, in dem der Mensch seinem Innersten gegenübertritt. "Der Stachel der Lust" wird zum Stachel des Denkens, "der Feind der Norm" ist zugleich der Feind der Lügen, die sich eine ganze Gesellschaft oder auch ein einzelner Mensch erzählt, um sich selbst in Sicherheit zu wiegen.
Schnee Weiss - In der Uraufführung am Schauspiel Köln lädt Stefan Bachmann zur Rutschpartie mit Elfriede Jelinek
Skifoan!
von Cornelia Fiedler
Köln, 21. Dezember 2018. Es gibt ein paar einfache Regeln: keine Privatsender hören, Kaufhäuser meiden, so oft wie möglich Kopfhörer tragen. Ja, es hätte dieses Jahr wirklich funktionieren können, durch die Adventszeit zu kommen, ohne ein einziges Mal Last Christmas zu hören, den ewigen Weihnachts-Wiedergänger von Wham!. Doch dann passiert es am gefühlt sichersten Ort überhaupt, im Theater! Im letzten Drittel einer Jelinek-Uraufführung! Danke Schauspiel Köln.
Crash Park - das Leben einer Insel
Abenteuerurlaub mit Familie Crusoe
von Esther Slevogt
Berlin, 19. Dezember 2018. Der französische Theatermacher Philippe Quesne ist vielleicht so etwas wie der Walt Disney des freien Theaters. Auch wenn er natürlich nie die hochgerüsteten Illusionsmaschinerien auffährt, mit denen der Disney-Konzern seine Welten baut. Die hinreißenden Theaterwelten von Philippe Quesne sind nicht weniger illusionär und verzaubernd, kommen aber mit viel weniger Mitteln aus: ein paar komischen Perücken, krude zusammengezimmerten Kulissen aus Pappmaschee, viel Musik und seltsam somnambul durch die Welt stapfenden Individuen, die immer ein bisschen zu trashig aussehen, um noch als echt durchzugehen. Und doch sehen sie meist aus wie Du und ich.
Regie: Leander Haußmann
Regie: Dorcy Rugamba, Yolanda Gutierrez, Jens Dietrich
Regie: Thorsten Weckherlin
Regie: Marie Bues und Nicki Liszta
Regie: Christian Filips
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