In der Republik des Glücks - Rafael Sanchez inszeniert Martin Crimp in den Kammerspielen des DT Berlin
Anpassung als Allmachtsgefühl
Geschichten aus dem Wiener Wald - Gleiches Recht für jede Figur in Barbara Bürks Inszenierung in Dresden
Voyeure willkommen
von Lukas Pohlmann
Dresden, 23. November 2013. Will man mit einem 80 Jahre alten Volksstück mehr erreichen als eine museale Darstellung von Pseudorealitäten, muss man Weltgehalt in ihm beweisen. Barbara Bürks Umgang mit Ödön von Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald" zeigt, wie dies gelingen kann. Wenn bloß die Schicksale der Figuren ernst genommen werden und ihre (Nicht-)Bewältigung nicht im albernen Dusel verkommt, kann sich eine Inszenierung auch ruhig ein gerüttelt Maß an Albernheiten erlauben.
Samurai – Dirk Lauckes neues Stück von Jens Poth in Heidelberg uraufgeführt
Moritat vom Loser mit den gelähmten Beinen
von Harald Raab
Heidelberg, 23. November 2013. Harry Schnee ist nicht Willy Loman, Dirk Laucke nicht Arthur Miller. Lauckes neues Stück "Samurai" ist nicht der "Tod eines Handlungsreisenden", obwohl das inhaltliche Grundkonzept verblüffend ähnlich ist: Das Zerfasern eines kleinen Leben, das Platzen eines Traums. Kein American Dream, sondern ein sehr deutscher Traum vom Häuschen mit Garten, schnuckeligem Frauchen, Ansehen durch Arbeit, famosen Kindern und ewiger Gesundheit. Dirk Laucke hat wieder ein Loser-Stück geschrieben: mit dem kämpferischen Titel "Samurai".
Hedda Gabler - Am Thalia Theater macht Jan Bosse mit Ibsens Ehedrama Stimmung
Katharine Hepburn im norwegischen Unglück
von Katrin Ullmann
Hamburg, 23. November 2013.Ein herrschaftlicher Salon, luftdicht tapeziert mit dunkelbraunem Brokat, Kerzenwandleuchter, ein Streichquartett, schwere dunkelrote Vorhänge, kein Außen: Stephane Laimé hat die Bühne entworfen und skizziert mit diesem generischen bürgerlichen Ambiente des 19. Jahrhunderts das Zuhause von Henrik Ibsens "Hedda Gabler". Jan Bosse hat das Stück, uraufgeführt 1891, am Hamburger Thalia Theater inszeniert. Es erzählt von einem Ehemodell, das nicht aufgeht, einer Karriere, die nicht fortschreitet, einer Liebe, die nicht ge-, und einem Leben, das nicht belebt wird.
Regie: Sebastian Nübling
Regie: Bettina Bruinier
Regie: Kornél Mundruczó
Regie: Oliver Reese
Regie: Christian Schlüter
Regie: Monika Gintersdorfer, Knut Klaßen
Regie: Jan-Christoph Gockel
Regie: kainkollektiv (Fabian Lettow/Miriam Schmuck und Martin Ambara)
Regie: Constanza Macras
Regie: Volker Metzler
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