Das Käthchen von Heilbronn - Philipp Preuss gibt Heinrich von Kleists Stück den Zauber des Singspiels zurück

Dream a Little Dream of Me

Die Wirtin – Ein Alterswerk von Frank Castorf auf der Basis von Fjodor M. Dostojewski

Die Durchleuchtung der Dreifaltigkeit

von Christian Rakow

Berlin, 2. November 2012. Zwei Stunden zwanzig Minuten Spieldauer, 21:20 auf der Uhr. So früh kommen wir nicht oft aus einem Castorf-Abend, insbesondere wenn Frank Castorf sich Dostojewski vornimmt. Im Gepäck manch berückenden Moment: Wenn etwa Trystan Pütter als liebeskranker Tollkopf Ordynoff dreck- und kotbeschmiert wie ein Krieger aus verlorener Schlacht dasteht und all sein Begehren der einzigen, der sterbensschönen, der abgründigen Katerina entgegen schreit. Ein Schrei ins Leere. In seinem nackten Arm hält er einen alten Röhrenfernseher, in dem der Kopf von Katerina, also von – wer, wenn nicht sie! – Kathrin Angerer, erscheint. Unendlich unerreichbar. Für ihn, für uns. Wir sehen das Bild im Bild auf einer riesigen Videoleinwand, rechterhand auf der Vorderbühne.

Vision Out Of Nothing / Schwalbe spielt falsch - Das HAU geht in die neue Zeit

Das war erst der Anfang

von Esther Slevogt

Berlin, 1. November 2012. Staatstragender hätte man auch ein Staatstheater nicht wiedereröffnen können. Bevor alles anfing, sprach im HAU 2 am Halleschen Ufer erst einmal der Regierende Bürgermeister zum Premierenvolk, um hernach sogleich ins HAU 1 (das frühere Hebbel Theater gegenüber der SPD-Parteizentrale) um die Ecke zu eilen, wo er dieselben Worte wohl auch an das Publikum der anderen Eröffnungsvorstellung Disabled Theater zu richten gedachte. Zuvor hatte man ihn bereits beim jovialen Plausch im Kaffee ein Stockwerk tiefer erlebt. Außerdem überall die Grandinnen und Granden der Freien Szene, manche von kleinerem oder größerem Hofstaat begleitet. Auch die Gesichter wichtiger Fördertopfvorsitzender blitzten hie und da in der Menge auf. Schließlich wurde hier so etwas wie der Grüne Hügel der Freien Szene nach Leitungswechsel und gründlicher Renovierung wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Berlin - 29. Oktober 2012
München - 27. Oktober 2012
Nürnberg - 27. Oktober 2012
Franz Xaver Kroetz / Stephan Kaluza
Regie: Stephan Kimmig
Stuttgart - 26. Oktober 2012
München - 26. Oktober 2012
Dea Loher
Regie: Andreas Kriegenburg
Berlin - 26. Oktober 2012
Prem Kavi, Alexej Schipenko
Regie: Samuel Hof
Jena - 26. Oktober 2012
München - 25. Oktober 2012
Romeo Castellucci
Regie: Romeo Castellucci
Berliner Festspiele - 25. Oktober 2012
Dejan Dukovski, Emir Kusturica u.a.
Regie: Sascha Hawemann
Leipzig - 25. Oktober 2012
Hannover - 24. Oktober 2012
Bremen - 21. Oktober 2012
Essen - 22. Oktober 2012
Köln - 21. Oktober 2012
Gerhart Hauptmann
Regie: Annette Pullen
Osnabrück - 21. Oktober 2012
Düsseldorf - 21. Oktober 2012
Fabian Hinrichs
Regie: Fabian Hinrichs
Berliner Festspiele - 21. Oktober 2012
München - 21. Oktober 2012
Nürnberg - 19. Oktober 2012
Hamburg - 19. Oktober 2012
Weimar - 19. Oktober 2012
Hamburg - 13. Oktober 2012
Köln - 13. Oktober 2012
Berlin - 13. Oktober 2012
Mainz - 12. Oktober 2012
Altenburg Gera - 12. Oktober 2012
Ralf-Günter Krolkiewicz
Regie: Nico Diettrich
Celle - 13. Oktober 2012
Frankfurt am Main - 12. Oktober 2012
Soeren Voima
Regie: Florian Fiedler
Hannover - 13. Oktober 2012
Wuppertal - 11. Oktober 2012
Esslingen - 11. Oktober 2012
Bremen - 11. Oktober 2012

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