Winterreise – Jan Philipp Gloger entlockt Elfriede Jelineks schwermütigem Text auch Entertainment-Qualitäten
Psychogramm einer zerschundenen Seele
von Shirin Sojitrawalla
Mainz, 9. Dezember 2011. Dass Elfriede Jelinek eine von freiheitsliebenden Regisseuren geschätzte Autorin ist, verwundert nicht, lassen die von ihr verfertigten Textflächen ihnen doch viel Frei- und Spielraum. Dabei entfalten sie ihren ganzen Zauber oftmals erst auf dem Theater. So verhält es sich auch bei ihrer "Winterreise", die im Februar an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt und dieses Jahr auch mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. In Mainz hat der leitende Regisseur des dortigen Schauspiels, Jan Philipp Gloger, aus dem undurchdringlichen Textblock eine zuschauerfreundliche Version destilliert, die dem ungeheuren Sprachwitz und der gern unterschlagenen Selbstironie der Nobelpreisträgerin in eineinhalb Stunden die Bühne bereitet.
Regie: Sebastian Wirnitzer
Regie: Christoph Schroth
Regie: Anne Lenk
Regie: Nora Mansmann
Regie: Herbert Fritsch
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