Boston Princes - Die Freilichtspiele Schwäbisch Hall inszenieren die Kennedys als modernes Königsdrama
Kennedy-Sein oder Nicht-Sein
Violet - Meg Stuarts Choreographie zu einem Soundtrack von Brendan Dougherty entwickelt einen gewaltigen Sog
In der wunden Landschaft der Seele
von Sarah Heppekausen
Essen, 7. Juli 2011. Der süßlich-blumige Duft ist hartnäckig. Sie haben das Programmheft damit eingesprüht. Wer darin liest, wird so nicht nur intellektuell mit Informationen versorgt, sondern auch sinnlich gereizt. Violet – Veilchenduft. Von romantischer Süßlichkeit ist dieser Abend, ist die für ihre radikalen und schonungslosen Choreografien bekannte Meg Stuart allerdings weit entfernt. In der Aromatherapie heißt es, Veilchenduft wirke gegen Aggressionen und seelische Wunden. Das passt schon besser.
Festival Impulse 2011 - Bericht vom 1. Wochenend-Marathon durch die Produktionen des Off-Festivals
Cowboys kennen keine Kapitulation
von Sarah Heppekausen
NRW, 1./2.Juli 2011. Hossa! Allerdings sehen Stimmungskanonen der anbiedernd-fröhlichen Art normalerweise anders aus als diese fünf Frauen aus der Steiermark. Die Rabtaldirndln fokussieren ihre Zuschauer mit gnadenlos strengem Blick, während sie Schnaps und Wurst reichen oder den Poklapser herausfordern. Ihre gute Laune ist nicht mitreißend, sondern manipulativ. Ihre Diashow über das glückverheißende Lebenskonzept auf dem Land soll nicht lustig, sondern informativ sein.
Baumeister Solness – In Wuppertal stülpt Marcus Lobbes das Innere von Ibsens-Antihelden überzeugend nach außen
Solness oder Ein Puppenheim
von Klaus M. Schmidt
Wuppertal, 2. Juli 2011. Oh, diese Stimmen in meinem Kopf. Das denkt er vielleicht einmal zwischendurch. Nein, eine Handlung findet hier nicht mehr statt. Baumeister Solness (Thomas Braus) geistert, tigert durch eine weiße Gummizelle ohne Ausgang. Es ist die zentrale Kammer in einem Riesen-Puppenhaus, mit dem Ausstatterin Pia Maria Mackert die Wuppertaler Bühne gefüllt hat. In den weiteren Kammern drumherum hocken die anderen Figuren. Sie sind höchstens einmal zwanghaft mit Requisiten beschäftigt. Ansonsten sind sie in Marcus Lobbes' Inszenierung nur Stichwortgeber für Solness, der die Jugend als Konkurrenz fürchtet und am Ende an seiner Sehnsucht nach ihr zugrunde geht.
Regie: Dieter Wedel
Regie: Barbara Friedrich
Regie: Analogue
Regie: Jochen Schölch
Regie: Caroline Stolz
Regie: Viola Hasselberg und Jarg Pataki
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