Was die Kraft der Sprache kann

9. Oktober 2016. Die Schauspielerin Katharina Thalbach ist in Kassel mit dem Jacob-Grimm-Preis ausgezeichnet worden. Das meldet u.a. die Deutsche Welle. Der Preis wird als einer von drei "Kulturpreisen Deutsche Sprache" jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung und dem Verein Deutsche Sprache (VDS) vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert. Er "zeichnet beispielhafte Verdienste bei der kreativen Weiterentwicklung unserer Sprache und phantasievolle Beiträge zur Erweiterung ihres Funktionsspektrums aus", heißt es auf der Webseite des Kulturpreises Deutsche Sprache, und werde Persönlichkeiten verliehen, "die sich besondere Verdienste um Anerkennung, Weiterentwicklung, Erhalt und Pflege der deutschen Sprache als Kultursprache erworben haben".

Thalbach mache durch ihr Wirken auf der Bühne deutlich, dass die Kraft der Sprache Gefühle und Stimmungen erzeugen kann, heißt es in der diesjährigen Jurybegründung. Ein Beleg hierfür seien auch die zahlreichen Hörspiele, in denen Thalbach als Sprecherin die unterschiedlichsten Charaktere darstelle. Der Jury gehörten Angela Elis, Helmut Glück als Sprecher, Holger Klatte als Geschäftsführer, Peter Klein, Walter Krämer, Eberhard Schöck und Waltraud Wende an.

Die Jacob-Grimm-Preisträger*innen der letzten Jahre sind Dieter Nuhr, Ulrich Tukur, Peter Härtling und Nora Gomringer.

Die anderen beiden "Kulturpreise Deutsche Sprache" gingen in diesem Jahr an das Internationale Mundartarchiv "Ludwig Soumagne" in Dormagen (der "Initiativpreis" und 5000 Euro für "Ideen für die Förderung und Weiterentwicklung der deutschen Sprache") sowie die Initiative "DeutschSommer" der Frankfurter Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Sprachkompetenz von Schulkindern während der Sommerferien zu verbessern (undotierter "Institutionenpreis Deutsche Sprache").

(Deutsche Welle / Kulturpreis Deutsche Sprache / sd)

 
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