Angebot auf Augenhöhe

23. Februar 2022. Theaterpädagog:innen bringen sehr unterschiedliche Menschen mit Theater in Kontakt. Sie öffnen Räume, in denen sich junge Menschen ausprobieren können. Wie machen sie das? Mai-An Nguyen und Irina Bârcă berichten im Theaterpodcast #44 von der Wirkmacht theaterpädagogischer Arbeit.

Von Susanne Burkhardt und Elena Philipp

23. Februar 2022. Als Vermittler:innen zwischen Kunst und Publikum arbeiten sie mit Laien, mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, mit Geflüchteten oder Gefängnisinsassen. Aber was genau machen Theaterpädagog:innen? Wie verstehen sie ihren Auftrag und wie verorten sie sich zwischen Kunst, Sozialer Arbeit, Marketing und kultureller Bildung? Im Theaterpodcast #44 erzählen Mai-An Nguyen, Leiterin der Theaterpädagogik an der Schaubühne Berlin, und Irina Bârcă, Theaterpädagogin und Dramaturgin am forum freies theater in Düsseldorf, welches Potenzial in theaterpädagogischer Arbeit steckt. 

"Es gibt extrem spannende Experimente, die in der Theaterpädagogik stattfinden, und die das Theater inhaltlich, ästhetisch, aber vielleicht auch in seinem institutionellen Rahmen weiterentwickeln", sagt etwa Irina Bârcă. Sie denkt dabei an interaktive Formate, an die Digitalisierung oder mehr Diversität in den Ensembles, die in den Jugendclubs der Theater schon viel selbstverständlicher ist als noch auf den Bühnen.

Unterschiedliche Communities

Mai-An Nguyen hat in Cottbus als Grundschulkind mit dem Theaterspielen begonnen – später hat sie die Seiten gewechselt: "Irgendwann kam ich an den Punkt, dass ich dachte: Warum das nicht zurückgeben? Das ist doch eigentlich eine superschöne Aufgabe." Dem Cottbusser Piccolo-Kinder- und Jugendtheater ist sie treu geblieben. Gerade arbeitet sie in einer Kooperation zwischen Schaubühne und Piccolo Theater mit Jugendlichen zum Thema gesellschaftlicher Rechtsruck.

Irina Bârcă kommt ebenfalls aus dem Schauspiel, fand die Arbeit mit jungen Menschen aber spannender. Am fft entwickelt sie Projekte für und mit Kindern und Jugendlichen, schafft eine Vernetzung in die Stadt hinein und arbeitet am Haus mit unterschiedlichen Communities. Für sie muss sich Theaterpädagogik nicht zwischen Kunst und Sozialer Arbeit entscheiden – entscheidend ist es, "Begegnungen und Beziehungen zu schaffen, die nachhaltig sind".

 

Alle Folgen des Theaterpodcast gibt es hier.

 

In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur.

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