Medienschau: MDR –Vorwürfe gegen Theaterleitung in Eisenach & Meiningen

Kein Einzelfall

Kein Einzelfall

13. Juni 2024. In einem anonymen Brief haben sich Mitarbeitende der Theater in Eisenach und Meiningen an die Öffentlichkeit gewandt. Das berichtet der MDR. (Auch der Redaktion von nachtkritik.de ging das Schreiben zu.)

In dem Schreiben werden Intendant Jens Neundorff zu Enzberg unter anderem ein toxisches Arbeitsklima und Mobbing vorgeworfen. Wörtlich heißt es, Mitarbeiter würden vor Kollegen erniedrigt, bei Lappalien werde mit Kündigung gedroht. In einem weiteren Vorwurf berichten die Mitarbeiter von Arbeitsverträgen, die entgegen geltenden Tarifverträgen geschlossen worden sein sollen. Auch sollen Stellen für noch laufende Verträge neu ausgeschrieben worden sein. Außerdem wurde beklagt, dass sich Neundorff von Enzberg nur einmal die Woche in Eisenach blicken lasse.

Auch Mitarbeitende des Theaters Meiningen äußern Vorwürfe: So es sei kein Einzelfall, dass der Intendant kurz vor einer Premiere in den Probenprozess eingreife. Zudem wird Neundorff von Enzberg vorgeworfen, unsachlich und persönlich angreifend zu agieren.

Laut MDR hat Jörg Neundorff von Enzberg die Kritik an seiner Arbeit zurückgewiesen. Er habe bereits mit dem Betriebsrat in Eisenach gesprochen und angeboten, mit den Mitarbeitern zu reden, so der MDR. Am Landestheater Eisenach sind rund 80 Mitarbeitende beschäftigt, am Staatstheater in Meiningen etwa 300.

(MDR / sle)

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