Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Sparmaßnahmen beim Theater Erlangen

Spare 30 Prozent!

Spare 30 Prozent!

24. Juli 2025. "Erlangen muss sparen. Der Einbruch der Gewerbesteuer – 71 statt 220 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2024 – machte aus einer wohlhabenden Stadt eine Kommune, in der die politischen Gremien ein Konsolidierungspaket nach dem anderen beschließen", so Andreas Thamm in der Süddeutschen Zeitung.

Das betrifft auch Theaterintendant Jonas Knecht, der vor seiner zweiten Spielzeit steht – mit rund 30 Prozent weniger Geld, als er im April 2024 angenommen hatte".

Knecht mache konkret, wie es für ein Stadttheater überhaupt funktionieren kann, 30 Prozent einzusparen, so Thamm. Unter dem Strich stehe nur eine Premiere weniger im Programm. Aber: "Eine Stelle wird nicht nachbesetzt, Gastpositionen werden minimiert, defekte oder veraltete Teile nicht ersetzt, auf Drucksachen wird verzichtet, Ausstattungsetats mussten gekürzt werden, 'also: kein Video da, nur einen Musiker dort, eine Produktion mit fast leerer Bühne et cetera'." 

Weitere Kürzungen für 2026 werden bereits vorhergesesagt – seien aber nicht verkraftbar, wenn Erlangen sich weiterhin ein eigenproduzierendes Theater leisten will, so Knecht in dem Artikel. „Es gibt immer wieder Momente, wo ich mich frage, wie weit kann und will ich gehen, wie viele Visionen kann ich noch aufgeben?"

(sd)

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