Medienschau: WOZ – Theater und die derzeitige Verstörung

Krisenfeste Kunst?

Krisenfeste Kunst?

29. Mai 2025. Überlegungen zum Kulturkampf, den "verstärkten Angriffe von rechts auf alles Linke", macht sich Tobi Müller – und schaut dabei auf die Kunst, in Zürich und Berlin. Wie geht sie mit der "Verstörung" um?

"Das Theater taumelt, und es will diese Erfahrung teilen", schreibt Müller angesichts der erlebnisorientierten Zürcher Inszenierung "Also sprach Zarathustra" von Regisseur Sebastian Hartmann. Damit ist sie ihm ein Beispiel für den Versuch, "aus der Starre ins Offene zu finden" – neben dem Abbilden der Verstörung oder dem Einnehmen einer Haltung für den Autor eine von drei Möglichkeiten des Umgangs mit der aktuellen Situation für die Künste. Die fasst Tobi Müller im WOZ-Beitrag wie folgt zusammen: "Weniger Geld, aber mehr Gewicht: Das ist die neue Lage."

Relevantes Theater, mal mehr, mal weniger gelungen, findet Tobi Müller bei den zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen von Ersan Mondtag, Katie Mitchell, Luise Voigt, Florentina Holzinger und Pina Bausch / Meryl Tankard. Und er fragt: "Welche Kunst ist nun dafür gewappnet, diese Kämpfe nicht nur zu überstehen, sondern auch, sie mit dem Publikum zu überschreiten und im Theaterraum einen neuen Kunstvertrag zu schliessen?"

(WOZ / eph)

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