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Theaterpreis des Bundes 2026 verliehen

Gewinner beim Theaterpreis des Bundes: das Festspielhaus HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste © Peter R. Fiebig

16. März 2026. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat heute die Gewinner des Theaterpreises des Bundes bekanntgegeben: Den mit 200.000 Euro dotierten Theaterpreis des Bundes erhält HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden.

Weitere mit jeweils 100.000 Euro verbundene Auszeichnungen gehen an das Theater Oberhausen, stellwerk junges theater in Weimar und das Theater Lindenhof in Burladingen-Melchingen. Die Preisgelder stehen den Gewinnern für die weitere Programmarbeit und für die Verbesserung der Produktionsbedingungen zur Verfügung, heißt es in der Presseaussendung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Der Staatsminister wird die Auszeichnungen am 17. April 2026 auf einer festlichen Gala unter Leitung von Ron Zimmering im Haus der Berliner Festspiele verleihen. "Ein hochkarätig besetztes Ensemble wird Wendepunkte der Theatergeschichte von der Antike bis in die Gegenwart zeigen, ergänzt um Gastbeiträge von Dominique Horwitz und Jonathan Meese", schreibt das BKM.

Der Theaterpreis des Bundes wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Empfehlung einer Fachjury verliehen. Ihr gehörten an: Yvonne Büdenhölzer, Hendrik Frobel, Martina Grohmann, Clemens Leander, Stawrula Panagiotaki, Gundula Reinig, Johanna Sandberg, Simon Strauß, Julian Warner.

Projektträger und damit verantwortlich für Juryverfahren und Preisverleihung ist der Fonds Darstellende Künste.

(BKM / chr)

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Kommentare  
Theaterpreis des Bundes: Hohes Einschätzungsvermögen
Herzlichsten Glückwunsch nach Hellerau!
Möge der Preis mehr sein, als ein Abschiedsgeschenk der öffentlichen Hand, die sich aus der Förderung eueres und auch anderer Orte zunehmend, und diese Orte damit gefährdend, zurückzieht.

Glückwunsch auch nach Oberhausen, ans Stellwerk Weimar und nach Melchingen.

Die Jury beweist mit ihren Entscheidungen ein hohes Maß an Einschätzungsvermögen dafür, welche kulturellen Orte gerade einerseits gebraucht und andererseits unterfinanziert sind: Orte für kritische Auseinandersetzung, für junges Publikum und ebensolche Akteure, Orte die sich permanent unsicher sind, wer oder was das Professionelle, das Zeitgenössische sind und die aktiv danach forschen.
Congrats nochmal!

Und allen Laudator:innen bei der Preisverleihung eine gute Hand beim Verfassen der Lobreden. In der Reihe von Bundespreisen zu stehen, die allesamt vom zuständigen Minister himself gerade schwer beschädigt werden bzw. im Auftrag von einem Minister zu verleihen, der sein Amt gerade schwer beschädigt, ist eine echte Aufgabe. Stay tuned and do the right thing:).
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