Was nie geschehen ist - Schauspiel Hannover
Von der Zeit umgeschliffen
Iphigenie - Schauspiel Hannover
Iphigenies Freiheit
von Jens Fischer
Hannover, 8. Dezember 2019. Warum spendiert Iphigenie ihren Körper mit stolz behaupteter Freiwilligkeit der Schlachtbank, dem Opferaltar der Artemis? Die ist stinksauer, dass des Mädchens Vater Agamemnon eine Hirschkuh in ihrem Hain geschossen hat und verweigert daraufhin der griechischen Flotte den Wind, den sie zum Auslaufen gen Troja braucht. Erst nach dem Tochteropfer würden Lüfte wieder die Segel blähen. Da Regisseurin Anne Lenk hinter den Kulissen des Tragödienpersonals der Motivation Iphigenies nachspüren will, hat sie Euripides' "Iphigenie in Aulis" als familiäres Psychodrama hergerichtet. Motto des Abends könnte das am Schauspielhaus Hannover in großen Leuchtlettern funkelnde Zitat aus dem Stück sein: "Lebe und rette".
Vögel - Thalia Theater Hamburg
Die Spur der Gene
von Stefan Forth
Hamburg, 7. Dezember 2019. Wenn Ibsen, Shakespeare und Strindberg zusammen einen "Mittwochsfilm im Ersten" hätten schreiben sollen, wäre dabei möglicherweise so etwas herausgekommen wie diese Geschichte. Vermutlich hätten die drei alten Herren etwas weniger Pathos in ihren Entwurf gelegt als der libanesisch-frankokanadische Autor und Theatermacher Wajdi Mouawad in seinen Erfolgstext "Vögel". Am Hamburger Thalia Theater lässt sich jetzt eindrucksvoll besichtigen, wo die Stärken und Schwächen dieses Konstrukts um Wahrheit und Lüge, genetische Herkunft und soziale Identität, um Gefühl und Vernunft, Liebe und Feindschaft liegen.
Regie: Simone Blattner
Regie: Nele Stuhler und Jan Koslowski
Regie: Johanna Wehner
Regie: Emre Akal
Regie: Robert Icke
Regie: Sebastian Nübling
Regie: Matthias Hartmann
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