Das Floß der Medusa - Bei der Ruhrtriennale inszeniert Kornél Mundruczó das Oratorium von Hans Werner Henze
Die Qualen der Vielzuvielen
von Regine Müller
Bochum, 31. August 2018. Die Parallelen zur Gegenwart sind überdeutlich: Hans Werner Henzes Oratorium "Das Floß der Medusa" schildert den historischen Fall der Fregatte Medusa, die 1816 auf ihrer Fahrt in den Senegal kenterte. Während der Kapitän, die Oberschicht und die Geistlichkeit sich in Rettungsbooten in Sicherheit brachten, kämpften die Schiffbrüchigen auf dem Floß zuletzt sogar kannibalistisch um ihr Überleben. Die zeitgenössischen Berichte beförderten seinerzeit die revolutionären Stimmungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, das ikonische Gemälde "Le Radeau de la Méduse" von Théodore Géricault verankerte das Drama im kollektiven Bildgedächtnis. Und vor 50 Jahren musste die Uraufführung von Henzes Oratorium in Hamburg wegen einer turbulenten Protestaktion abgebrochen werden.
Hört, hört! Die Bauhaus-Protokolle. Der große Streit von Weimar - Suse Wächter gibt beim Kunstfest Weimar eine Kunst-Geschichtsstunde mit Puppenpolitikern und Sigmund Freud
Blockföten im Pappparlament
von Tobias Prüwer
Weimar, 28. August 2018. Alkoholausschank im Varieté hat einen verdammt guten Grund. Dadurch wird das Publikum gelassen-ausgelassen. Man will schließlich bespaßen und animieren, da ist Alkohol ein guter Katalysator. Auch um die Grenze des Erträglichen zu erhöhen. Im E-Werk Weimar verzichtet Regisseurin Suse Wächter auf dieses Mittel. Und gestaltet ihre Uraufführung von "Hört, hört!" im Rahmen des Kunstfestes Weimar rund um die Bauhaus-Landtagsdebatte von anno dazumal als nüchterne und ernüchternde Mitmach-Revue.
Regie: Nikola Duric
Regie: William Kentridge
Regie: Wessam Talhouq
Regie: Marco Milling / Franz-Xaver Mayr / Sebastian Hartmann
Regie: Lola Arias
Regie: Jan Jochymski
Regie: Pınar Karabulut
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