Festival Theaterformen "Watch & Write" – Wie Kindertheater in Kamerun dauerhaft Anklang findet
Bildung für alle
16. Juni 2018
von Monica Nkodo
Sechs Schauspieler auf der Bühne. Drei Männer, drei Frauen. Drei Kameruner, drei Deutsche. Spürbare Gleichberechtigung zeigt die Inszenierung "Tu comprends? Verstehste?", die im November 2017 in Yaoundé und Douala, den beiden größten Städten Kameruns, gespielt wurde. Das Kinderstück, eine Koproduktion des Théâtre du Chocolat (Kamerun) und des Theaterhaus Ensembles (Deutschland), erzählt von Akzeptanz, Verständnis und Unverständnis. Wie können Menschen zusammenleben, die nicht dieselbe Herkunft, Bildung, Vergangenheit haben?
Liliom - Thomas Jonigk erzählt mit Molnárs Klassiker in Wiesbaden mit James-Dean-Flair von männlichen Selbstdarstellungen
Die Story vom toxischen Sonnyboy
von Shirin Sojitrawalla
Wiesbaden, 15. Juni 2018. Liliom einen Hallodri zu nennen, hieße ihn zu verharmlosen beziehungsweise ihm auf den Leim zu gehen. Bei Ferenc Molnár nämlich bezeichnet sich der Karussell-Ausrufer Liliom am Ende selbst als Hallodri. Nicht so in Wiesbaden, in der Fassung von Thomas Jonigk. Der besetzt den Liliom lieber gleich mit einem jungen hübschen Mann, der in James-Dean-Manier auf die Bühne schlenzt: Tobias Lutze. Smarter Kerl, weicher Blick, offenes Hemd. Schwiegermuttis Darling. Klassische Gegen-den-Strich-Besetzung, ist doch Liliom üblicherweise Paraderolle für die kerligen Mannsbilder im Ensemble.
Die Letzten - András Dömötör baut sich am Berliner Gorki Theater eine Kinderhorrorstube nach Maxim Gorki
Vati ist heut böse
von Christian Rakow
Berlin, 15. Juni 2018. Dimitrij Schaad, der Edelspielmacher und Diskursjongleur des Gorki-Theaters, der wie kaum ein zweiter schwere Dinge leicht wirken lassen kann, hat gerade einen unbarmherzigen Besetzungszettel. Jüngst in Yael Ronens Walk on the Dark Side spielte er einen egomanischen Astrophysiker, der über Leichen geht und seine Familie psychisch abwrackt. Und heute ist er der autoritäre Vater und ehemalige zaristische Polizeichef Iwan Kolomijzew aus Maxim Gorkis Drama "Die Letzten" (von 1907, uraufgeführt 1910 durch Max Reinhardt am Deutschen Theater Berlin).
Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Regie: Burkhart C. Kosminski
Regie: Alexander Devriendt / Takuya Murakawa
Regie: Péter Sanyó
Regie: Thomas Bo Nilson und Julian Wolf Eicke
Regie: Cornelia Crombholz
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