Theaterpodcast (28) – Entscheidend für die Rezeption, oft aber übersehen - Kostüm als Kunst. Mit Victoria Behr und Rainald Grebe
Schöner Schein, der eine Welt bedeutet
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.
Rainald Grebes "Einmeterfünfzig" am Staatsschauspiel Dresden © Sebastian Hoppe
Zu Gast sind im Theaterpodcast #28 die "Kostümbildnerin des Jahres" Victoria Behr, die mit "Amphitryon" zum fünften Mal für das Kostümbild einer Herbert Fritsch-Inszenierung ausgezeichnet worden ist, und der Liedermacher, Kabarettist und Puppenspieler Rainald Grebe, der gerade in Dresden an einer Theaterphantasie über den richtigen Abstand probt. Mit Susanne Burkhardt und Elena Philipp sprechen die beiden über knallbunte, vom Barock inspirierte Kostüme, die Kunst, einen Abend mit Äußerlichkeiten zu prägen, und die Spiellust, die ein störendes Outfit freisetzen kann. Außerdem geht es, coronagerecht, um Ozonschränke, in denen Kostüme entkeimen, um Maskenbildner*innen in Schutzanzügen und um Theaterschaffende, die ihren Job aufgeben müssen. Victoria Behr hat fünf Monate ohne Arbeit hinter sich. Rainald Grebe lebt von seinen Rücklagen – aber er ist, anders als sein Tontechniker, noch nicht ins Pizza-Geschäft gewechselt. Gedanken macht er sich dennoch über die Sinnhaftigkeit von Kunst, die derzeit auch offen in Frage gestellt wird.
Alle bislang erschienenen Folgen des Theaterpodcasts finden sich hier.
In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur.

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Leider räumt Victoria Behr nicht genügend mit der allgemeinen Vorstellung auf, dass KostümbilderInnen nur Ideen der Regisseure erfüllen. Dabei sind es oft die Kostüm- und auch BühnenbildnerInnen, die ein ganz eigenes Konzept vorgeben, bevor der Regisseur eine eigene Idee einbringt (siehe z. B. die Kostüme bei René Pollesch) und auch Reinhald Grebe räumt ein, dass er praktisch keine Ideen zum Kostüm hat.