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Entlastungspaket III: Eine Milliarde Euro für Kultursektor

5. September 2022. Das gestern beschlossene Entlastungspaket der Bundesregierung 3 soll den Kultursektor in der Energiekrise mit rund einer Milliarde Euro unterstützen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats hervor.

Demnach sollen die Restmittel von etwa einer Milliarde Euro aus dem Sonderfonds für Kulturveranstaltungen, die der Bund in der Corona-Pandemie für den Kulturbereich aufgelegt hatte und der ursprünglich 2,5 Milliarden Euro umfasste, nicht ans Finanzministerium zurückfließen, sondern für die Unterstützung des Kultursektors in der Energiekrise zur Verfügung stehen.

Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann begrüßte der Pressemitteilung zufolge die Entscheidung und forderte, dass die Hilfen passgenau dem gesamten Kulturbereich zugute kommen müssten: den öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen, Kulturvereinen und soloselbständigen Künstlerinnen und Künstlern.

(Deutscher Kulturrat / geka)

 

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Kommentare

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#1 Entlastungspaket III: SonderfondsKunst und Freiheit 2022-09-05 13:19
Bekommt man eigentlich auch bei "Sonderfonds" eine Abrechnung? Ich meine, der Sonderfonds war doch schon damals gut berechnet? Wer bitte hat wann wieviel davon erhalten und hat es ihn wirklich so unterstützt, dass er beruflich die unterstützenswerte Zeit überlebt hat? Wieso ist sonst soviel übrig von dem Geld, dass es jetzt für einen anderen Unterstützungszweck in der Kultur weiterverwendet werden kann? Unser Staatsetat scheint ja nur noch aus Sonderfonds zu bestehen...
#2 Entlastungspaket III: VerteilungMatthias Klose 2022-09-05 16:48
Viel Geld. BITTE überlassen sie nicht wieder der Stiftung Kunstfonds so viel Geld ohne eine Bedürftigkeitsüberprüfung bei den Beantagenden durchzuführen. DANKE. Bislang ist diese Verteilung von Finanzmitteln sehr fragwürdig duchgeführt worden.
#3 Entlastungspaket III: Crux der PassgenauigkeitMazzhias Klose 2022-09-07 14:29
(...) "passgenau dem gesamten Kulturbereich" (...)
Man fragt sich wirklich wie Gelder hier vergeben werden. Sind diese als Hilfspaket gedacht, dann wird man von zu unterstützenden Institionen und Künstlern doch auch dessen Schieflage nachgewiesen bekommen müssen!? Was stimmt nicht, wenn alles in Ordnung ist? Man schafft es nicht einmal zur Corona-Pandemie allen bedürftigen Künstlern mit einem "Fonds" / einer Auszahlung über die KSK Künstlersozialkasse auf einfachste Art (Einkommenssteuernachweis) Geld zur Verfügung zu stellen. Auf der Suche nach Einfachheit ist dieses Land jedenfalls nicht wirklich. Auch im Kulturbereich beherrschen die Lobbyisten das Terrain und holen sich, was sie nicht wirklich benötigen. Wie schade.

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