Medienschau: SZ, FAZ u.a. – 100 Jahre "Trommeln in der Nacht"

"Glotzt nicht so romantisch"

"Glotzt nicht so romantisch"

29. September 2022. Mehrere Medien erinnern daran, dass heute vor 100 Jahren an den Münchner Kammerspielen mit "Trommeln in der Nacht" das erste jemals gezeigte Stück von Bertolt Brecht uraufgeführt wurde – von Otto Falckenberg.

Ein erster großer Erfolg, der auf 50 Bühnen aufgeführt wurde – und von Brecht selbst rückwirkend torpediert wurde (hier die Nachtkritik zur sich an diesem Ereignis abarbeitenden Inszenierung von Christopher Rüping am selben Ort). 

"Man kann diese Einreden des Schriftstellers gegen das eigene Werk, so zwanghaft sie sind, nur bewundern", findet Jürgen Kaube in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Poetischer fasst es Albert Ostermeier in der Süddeutschen Zeitung (€) an: "Von ihm haben es alle gelernt, Fassbinder, Achternbusch, Müller. Da war er, eine Bühnenfigur und suchte seine Bühne und fand sie in den Kammerspielen. Natürlich mit der Hilfe und dem Zuspruch der anderen, die ihre Hand für ihn ins Feuer legten, das ihn nur wärmte."

Im Deutschlandfunk berichtet Eva Pfister, dass Brecht lieber seinen dramatischen Erstling "Baal" auf der Bühne gesehen hätte, aber sein Förderer Lion Feuchtwanger dieses lyrische Werk mit dem anarchistischen Helden nicht für aufführbar gehalten habe. "A Star was Born!", resümiert Steffen Damm im Tagesspiegel

(geka)

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