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Iran: Todesurteil für Schauspieler

10. Dezember 2022. Der Schauspieler Hossein Mohammadi ist wegen seiner Proteste gegen das Regime im Iran von der Todesstrafe bedroht. Das teilten mehrere Twitter-Accounts mit. 

Der 26-Jährige Mohammadi war am 5. November 2022 verhaftet worden und ist, wie der Journalist Omid Memarian auf Twitter bekannt gab, mit vier anderen Protestierenden von einem Gericht in Karaj zur Hinrichtung verurteilt worden. Angeklagt sind sie dem Reporter Armin Arefi zufolge, einen Angehörigen der Basidsch-Miliz, Irans inoffizieller Hilfspolizei oder "Sittenwächter", getötet zu haben. Auf der Fotomontage seines Twitter-Accounts zur Todesstrafe für Hossein Mohammadi sind statt fünf nur vier Verurteilte zu sehen, die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig prüfen.

Am 8. Dezember 2022 berichteten Medien wie die Deutsche Welle von einer ersten Hinrichtung in Zusammenhang mit den Protesten. Der 23-Jährige Mohsen Shekar war nach dem Recht der Scharia Anfang November dafür verurteilt worden, im September den Sattar Khan Boulevard in Tehran blockiert und einen Sicherheitsmitarbeiter mit einem Messer verletzt zu haben.

Ausgelöst vom Tod der kurdischen Iranerin Mahsa Jina Amini in Polizeigewahrsam am 15. September 2022 dauern die Proteste von Bürger:innen gegen die iranische Regierung seither an.

(Twitter / Deutsche Welle / eph)

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#1 Todesurteil im Iran: Nicht mehr zu verharmlosenKunstundFreiheit 2022-12-10 14:10
In den entsprechenden Twitteraccounts zu diesem Thema heißt es jedoch, der Hauptvorwurf gegen die Inhaftierten in den Prozessen lautet unisono: "Krieg/sführung" gegen Gott". Es soll bereits 18 000 Inhaftierte geben (sagt sogar plötzlich die Tagesschau, nachdem die erste Hinrichtung vorgestern erfolgte und nicht mehr zu verharmlosen war, die 18 000 waren der Tagesschau bestimmt just erst an diesem Tag bekannt geworden...), Folterungen und kurze Prozesse ohne ordentliche Beweiserhebung und Strafverteidigung. - Abgesehen von den gleich getöteten und schwer verletzten, oft sehr jungen DemonstrantInnen während des Protestgeschens... (...)

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