Einsicht dringend erforderlich

Essen, 4. März 2009. Trotz der Solidarität des Publikums ist die Bezirksregierung Düsseldorf offenbar nicht bereit, der Theater- und Philharmonie Essen GmbH (TuP) einen Finanzausgleich für die Tariferhöhungen der Jahre 2008 und 2009 zu gewähren. Das sagte der TuP-Betriebsratsvorsitzende Adil Laraki gestern gegenüber einem Nachrichtenjournalisten von ddp. Was dazu führe, dass sich bis 2013 ein Defizit von mehr als 15 Millionen Euro anhäufen werde.

In Zeiten des Nothaushalts

27. Februar 2009. Wie wir der Frankfurter Rundschau (27.2.2009) entnehmen, die ihre Meldung wiederum von dpa hat, plant die künftige europäische Kulturhauptstadt Essen, ihren in Finanznot geratenen Theaterbetrieben mit einem Sofortprogramm zu helfen. Gedacht sei an einen Sonderzuschuss von 3,4 Millionen Euro für die Theater- und Philharmonie Essen GmbH (TuP), sagte der Meldung zufolge Kulturdezernent Oliver Scheytt (SPD) am Donnerstag.

Genug erfunden

Köln, 26. Februar 2009. Wie der Theaterkanal mit Bezug auf ddp meldet, hat das Kölner Landgericht am gestrigen Mittwoch die Unterlassungsklage der Erben von Klaus Kinski gegen die Aufführung des Solostücks Kinski – Wie ein Tier in einem Zoo von Hagen Jablonski durch die Freie Gruppe Neues Schauspiel Köln wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung abgewiesen (hier unsere Meldung).

Ehre wer sie will

Wien, 25. Februar 2009. Der scheidende Burgtheater-Direktor Klaus Bachler wird zum Ehrenmitglied des Burgtheaters ernannt. Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) überreicht die Urkunde am 11. März im Rahmen einer Feier im Großen Pausenfoyer des Hauses. Die Laudatio hält der Autor Albert Ostermaier, teilte das Burgtheater heute mit.

Notwendigkeit verstärkter Kooperation

21. Februar 2009. Wie die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung meldet, ist die Fusion der Theater Essen und Oberhausen vom Tisch. Der Essener Kulturdezernent Oliver Scheytt sehe den Erhalt des Grillo-Theaters als eigenständige Bühne gesichert, schreibt die SZ.

Stück in Stücken

Bochum, 20. Februar 2009. Sechs Theater bringen nächstes Jahr, wenn das Ruhrgebiet als Europäische Kulturhauptstadt amtiert, Neuinterpretationen von Homers "Odyssee" auf die Bühne. Am 27. und 28. Februar 2010 wird das Episodenstück Odyssee Europa in Bochum, Dortmund, Mülheim, Essen, Moers und Oberhausen uraufgeführt, teilte ein Sprecher der Ruhr.2010 GmbH heute in Bochum mit.

Beängstigende Spielwut

Mülheim an der Ruhr, 19. Februar 2009. Der Gordana-Kosanović-Schauspielerpreis geht in diesem Jahr an Herbert Fritsch, teilte das Mülheimer Theater an der Ruhr mit. Der Förderverein des Theaters vergibt den Preis alle zwei Jahre an Schauspieler, deren Arbeit sich durch besondere Kreativität und große innovative Qualität auszeichnet. Herbert Fritsch suche "mit einer zuweilen beängstigenden Spielwut" stets das Risiko, heißt es in der Begründung für die Preisvergabe.

 

Zehn aus 303 eingereichten Stücken

Berlin, 19. Februar 2009. Die Berliner Festspiele haben die Auswahl für den Stückemarkt des Theatertreffens bekannt gegeben. Folgende fünf Stücke werden im Rahmen des Theatertreffens in szenischen Lesungen im Haus der Berliner Festspiele vorgestellt werden: Markus Bauer, Konstanz: "stehende gewässer", Oliver Kluck, Berlin: "Das Prinzip Meese", Pierre Notte, Paris: "Deux petites dames vers le Nord – Zwei nette kleine Damen auf dem Weg nach Norden" (Deutsch von Dorothea Renckhoff und Fedora Wesseler), Sofi Oksanen, Helsinki: "Puhdistus – Fegefeuer" (Deutsch von Angela Plöger), Nis-Momme Stockmann, Berlin: "Der Mann der die Welt aß".

Nach intensiver Diskussion

19. Februar 2009. Wie das Potsdamer Hans-Otto-Theater mitteilt, wird Clemens Bechtels Inszenierung Staats-Sicherheiten nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich Fischer als beste Aufführung 2008 in Berlin und Potsdam mit dem diesjährigen Friedrich-Luft-Preis 2008 ausgezeichnet.

"Alles ist Theater!"

Berlin/Rio de Janeiro, 16. Februar 2009. Der brasilianische Regisseur und Theatertheoretiker Augusto Boal deutet den Bankenkrach vom letzten September auch als Offenbarung einer Theatralität der Finanzwelt: "Dieses Geld existierte gar nicht, es war virtuell, die hässliche Fiktion einiger Volkswirtschaftler", sagt er in seinem Text zum Welttheatertag am 27. März, den die deutsche Sektion des Internationalen Theaterinstituts (ITI) übersetzen ließ und auf ihrer Website veröffentlicht.

Hier im deutschen Wortlaut die