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Bist Du ein Theater-Experte?

KatzenGate 560 pixelio#katzengate und mehr: das Theaterjahr 2017 © pixelio.de

12 Fragen zum Theaterjahr 2017! Zu jedem Monat eine. Es gibt jeweils eine richtige Antwort. Wer sich nicht sicher ist, kann natürlich jederzeit nachschlagen – zu allen Fragen findet sich irgendwo auf nachtkritik.de (oder anderswo, aber warum in die Ferne schweifen?) die Lösung. Am Ende steht eine Auswertung, die Dir sagt, ob Du etwas vom Theater verstehst oder nicht. Viel Glück!

Herr Müller kneift

von Anne Peter und Christian Rakow

Berlin, 21. Dezember 2017. Es ist ein bewegter Dezember für Michael Müller, den Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er hat mit seinem Kabinett gerade den Doppelhaushalt für 2018/2019 verabschiedet, in dem die Investitionen um 4,5 Milliarden Euro steigen (der Kulturetat um rund 175 Millionen Euro für beide Jahre). Prima! Und er trägt weiter schwer an der Bürde des BER, der Flughafenruine Berlin-Brandenburg, deren Eröffnung sich nach neuesten Schätzungen auf 2020 verschiebt. Betrüblich. So liegen Jubel, Schimpf und Schande oft nahe beieinander in der Politik.

Was sagt uns das, das sogenannte Politische?

von Sibylle Berg

Meine lieben Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, dass ich ihnen heute in diesem Landschulheim meine vollkommen subjektive Sicht auf die politische und gesellschaftliche Aufgabe der Theater nahebringen darf.
Ich beschränke mich auf das Sprech-Theater, denn meine Opernkenntnisse sind trotz eines mich verstörenden Besuchs in Bayreuth sehr limitiert. Wie ich höre, geht es den Opernhäusern aber Gold, und mir ist kein Aufruf bekannt, der von der Oper eine explizit politische Haltung einfordert. Musik halt.

Dercons Volksbühne, Sexismus und ein Denkmal für Björn Höcke

14. Dezember 2017. War es ein gutes oder schlechtes Jahr für das deutschsprachige Theater? Auf jeden Fall war es an Debatten reich. Die Kontroverse um die Volksbühne und ihren neuen Leiter Chris Dercon kochte in der Theaterwelt gleich mehrmals auf voller Flamme hoch (zuletzt in einer Intendanten-Elefantenrunde Anfang Dezember in der Berliner Akademie der Künste).

Im Sommer löste Dramatikerin Darja Stocker eine Debatte um Sexismus im Theaterbetrieb aus, die vor dem Hintergrund der wenig später bekannt werdenden sexuellen Übergriffen des Harvey Weinstein in den USA, der sich anschließenden weltweiten MeToo-Welle und der zeitgleich erfolgenden Gründung des Vereins "Pro Quote Bühne" plötzlich in einen größeren Kontext gerückt schien. Immer wieder wurden die Arbeitsbedingungen im Stadttheater in Frage gestellt, nicht nur von Initiativen wie dem Ensemble-Netzwerk. Im November schließlich errichtete das Zentrum für politische Schönheit ein Mahnmal vor Björn Höckes Wohnhaus und polarisierte damit weit über das Feuilleton hinaus.

Im Podcast sprechen nachkritik.de-Redakteurin Elena Philipp und Susanne Burkhardt, Redakteurin der wöchentlichen Theater-Sendung "Rang 1" auf Deutschlandfunk Kultur, über die Theaterdebatten des Jahres.