Medienschau: FAZ, Standard – Machtkampf in Salzburg

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7. Februar 2026. Hinter den Kulissen der Salzburger Festspiele knirscht es. Simon Strauss fasst heute in der FAZ die Machtkämpfe zusammen, die sich um die Ausschreibung der Schauspielleitung drehen.

"Was genau wird geboten? Im Raum steht der Vorwurf, dass Hinterhäuser seine Wunschkandidatin für die Schauspielleitung an den offiziellen Wegen vorbei via Medien nominiert und dadurch das Vertrauen in das Verfahren der Ausschreibung beschädigt habe", so Simon Strauss in der FAZ (7.2.2026).

Über den Hintergrund der Aufregung hatte unter anderem der Standard bereits vor einer Woche berichtet. Bekannt wurde da, dass Markus Hinterhäusers "sieben Kandidaten und Kandidatinnen" zum "finalen Hearing" für die Schauspielleitung der Salzburger Festspiele angetreten seien. Darunter auch die ehemalige Burgtheater-Chefin Karin Bergmann. Bergmann hatte sich aber gar nicht offiziell beworben. Das ist auch heikel, weil der Intendant laut Geschäftsordnung des Festivals allein über die Besetzung des Postens entscheidet. "Doch hatte das Kuratorium diesmal einen transparenteren Prozess gefordert." Grund ist die unschöne Vertragsauflösung mit der letzten Schauspielchefin Marina Davydova 2024.

Zwischendurch war es eher die Festspielpräsidentin Kristina Hammer, die angezählt wirkte, so Simon Strauss. Vor drei Jahren gab es Berichte über das schlechte Verhältnis zwischen Markus Hinterhäuser und Präsidentin Kristina Hammer, die im November 2021 vom Kuratorium als Nachfolgerin von Helga Rabl-Stadler bestellt wurde. Jetzt habe sich das Blatt gewendet. 

(faz.net / standard.at / sik)

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